Ostern

22. April 2011 15:16; Akt: 25.04.2011 13:21 Print

Die Leiden Christi -​​ Tanzverbot in Deutschland

Das Tanzverbot gilt von Gründonnerstag, 4 Uhr, bis Karsamstag, 24 Uhr – Tage, in denen Christen des Leidens und Sterbens Jesu gedenken. Doch die Jugend wehrt sich.

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Immer mehr Stimmen, vor allem von Jugendlichen, versuchen sich in Deutschland gegen das österliche Tanzverbot durchzusetzen. In Frankfurt ist am Freitag auf dem Römerberg ein Flashmob geplant, um gegen das Tanzverbot zu demonstrieren.

Auf Facebook wird dazu aufgerufen, zu lauter Musik aus Gettoblastern oder Instrumenten durch die Stadt zu tanzen. Zwei Stunden vor Beginn wollten rund 1 500 Menschen an dem Flashmob teilnehmen

«Die Leute haben am nächsten Tag frei und wollen Party machen»

In Rheinland-Pfalz wollten die Betreiber einer Disco in Kandel (Kreis Germersheim) das Verbot mit einer «Buddha-Party» umgehen und wurden noch von einer Gerichtsentscheidung am Freitag ausgebremst, die per Eilantrag die Betreiber zurückwies.

Im Trierischen Volksfreund äußerte sich Jörg Weber, Sprecher des Evangelischen Kirchenkreises Trier, positiv über das vorherrschende Tanzverbot: «Es tut uns allen gut, Auszeiten, Unterbrechungen des Alltags zu haben, Tage, an denen nicht groß gefeiert oder viel unternommen wird.»

Tanzfläche bleibt gesperrt

Die Betreiber von Diskotheken reagieren unterschiedlich auf das Tanzverbot. Wie der Volksfreund berichtet, wird etwa der Chef der Großdisco A1 in Trier, Farhoud Farahani, sein Lokal am Karfreitag offen lassen: «Die Leute haben am nächsten Tag frei und wollen Party machen.» Er kündigt an, «trotzdem die Tanzfläche zu sperren.»

Wer übrigens an Karfreitag feiern und tanzen will, kann dies in Luxemburg tun, hier ist der Feiertag im Gegensatz zu den Nachbarregionen ein ganz gewöhnlicher Wochentag

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