Konzert-Highlight

02. Februar 2020 10:00; Akt: 01.02.2020 13:14 Print

«Meine Kinnlade rauschte nur so zu Boden»

ESCH/ALZETTE – Am Sonntagabend schlägt der US-Metal-Kracher Five Finger Death Punch in der Rockhal zu. Wir konnten mit Bassist Chris Kael über die aktuelle Tour sprechen.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Five Finger Death Punch mischen die internationale Hard Rock- und Metal-Szene auf, seit ihr erstes Album «The Way of the Fist» 2007 mit groovigen, aggressiven Riffs, aber auch eingängigen Melodien einschlug.

Aktuell touren sie mit Bad Wolves und Megadeth durch Europa und machen am heutigen Sonntag in der Rockhal Halt. L'essentiel hat im Vorfeld mit Chris Kael, dem Bassisten der Band gesprochen.

Chris, bevor wir ins Interview einsteigen, müssen wir das einfach klären: Wie zur Hölle bekommt man so einen imposanten Bart?

Chris Kael: Du musst einfach dein Leben aufgeben und alles loslassen (lacht). Als ich den Job bei Five Finger Death Punch bekam, habe ich mir gesagt, dass ich das Teil nie wieder abschneide. Mittlerweile ist er so lang, dass er sich manchmal in meinen Bass-Saiten verfängt, da muss ich mir so langsam mal was überlegen. You know, First World Problems. (lacht)

Ihr habt auf eurer aktuellen Tour die Thrash-Legenden Megadeth als Vorband dabei. Was ist das für ein Gefühl?

Nicht von dieser Welt, ganz ehrlich! Ich war mit meiner Freundin auf den Philippinen im Urlaub und Zoltan [Gitarrist der Band, Anm. der Redaktion] hat mir geschrieben «Hey Mann, wir gehen mit Megadeth auf Tour in Europa!» und ich sagte «Super! Dann spielen wir und können danach jeden Abend die Megadeth-Show gucken». Er eröffnete mir dann, dass Megadeth unsere Vorband sein würden und nicht andersherum. Meine Kinnlade rauschte zu Boden und ich meinte nur so: «....Was?» Es war einer dieser Momente...wenn ich dem 13-jährigen Chris Kael das erzählt hätte, hätte er das nie im Leben geglaubt. Und die Tour läuft super, wir hängen zusammen ab, ich kann mit David Ellefson quatschen, der das legendäre Bass-Riff von «Peace sells...» geschrieben hat. Was zur Hölle geht ab?

Auf der Tour macht ihr auch wieder Halt in Luxemburg.

Genau, ich freue mich riesig, wieder nach Luxemburg zu kommen, vor allem weil wir bereits einen Tag früher ankommen und ich mir meine Freunde von Slipknot in der Rockhal anschauen kann [Die Iowa-Metaller spielten am Samstag eine ausverkaufte Show in Esch. Anm. der Redaktion]. Und Luxemburg ist eine wunderschöne Stadt, ich erinnere mich gut an den großen Place Guillaume II. Ich nutze diese Touren immer gerne, um als Tourist die Städte zu erkunden. Es ist eine einzigartige Erfahrung, die Welt so bereisen zu dürfen, mit dem was wir tun.

Am 28. Februar erscheint eure neue Platte «F8». Was kannst du uns darüber erzählen?

Mann, ich bin megagespannt. Das ist jetzt schon meine Lieblingsplatte aller Five Finger Death Punch-Scheiben. Nach allem, was wir durchgemacht haben, wir haben unseren Drummer Jeremy Spencer wegen Rückenproblemen ersetzen müssen, Ivan [Sänger der Band, Anm. der Redaktion] und ich haben ein Album zum ersten Mal komplett nüchtern geschrieben und aufgenommen.... Wir hatten viele Probleme und sind am Ende stärker als zuvor rausgekommen, es fühlte sich an wie Schicksal. Außerdem mögen wir es, wenn die Albumnummer im Rahmen unserer Diskographie irgendwo im Titel versteckt ist, «F8» ist also offensichtlich unsere achte Scheibe.

Ihr kümmert euch mit Five Finger Death Punch auch um viele wohltätige Zwecke, ihr unterstützt Veteranen und vieles mehr...

Ja, wir haben mit der Band eine Plattform und eine großartige, hilfsbereite Fanbase. Das versuchen wir, bei jeder Gelegenheit zu nutzen, wenn es einen guten Zweck zu supporten gibt. Soldaten, Polizisten, Sanitäter, Feuerwehrmänner... sie haben die harten Jobs. Immer, wenn etwas passiert und alle weglaufen, laufen sie hin, um zu helfen. Alles, was wir machen können, ist sie dabei zu unterstützen.

Wie geht es weiter für die Band? Wann kommt ihr nochmal nach Europa nach dieser Tour?

Im Sommer haben wir uns freigenommen, um Zeit mit unseren Familien verbringen zu können. Ich schätze im August/September werdet ihr langsam wieder von uns hören. Schließlich haben wir die neue Platte am Start und wollen rauskommen, um die Songs live zu spielen.

(Dustin Mertes/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • JMJ am 02.02.2020 10:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie wäre es denn einmal mit einem Bericht über die. lokalen Meral Bands. Z.B.hatten „Miles to Perdition „ am Freitag in einer „Sold Out“ Kufa ihren CD Release. Aber die sind wohl nicht wichtig genug für eine Schlagzeile, oder?

Die neusten Leser-Kommentare

  • JMJ am 02.02.2020 10:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie wäre es denn einmal mit einem Bericht über die. lokalen Meral Bands. Z.B.hatten „Miles to Perdition „ am Freitag in einer „Sold Out“ Kufa ihren CD Release. Aber die sind wohl nicht wichtig genug für eine Schlagzeile, oder?