Kult-Serie

22. August 2017 09:15; Akt: 22.08.2017 09:21 Print

«Rick and Morty» sind die krasseren «Simpsons»

«Rick and Morty»? Genau, das ist die Serie, von der viele Netflixer schwärmen. Gerade eben ist in den USA die dritte Staffel angelaufen.

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Millionen von Fans, ein 100-Prozent-Rating auf Rotten Tomatoes und Tausende Youtube-Videos mit Hintergrund- und Nerdwissen können nicht falsch liegen. Die US-Zeichentrick-Serie «Rick and Morty» ist zurzeit der absolute Serien-Hit.

Die schrägen Geschichten des versoffenen Wissenschaftlers Rick und seines Enkels Morty machen ihren Einfluss weit über den TV-Schirm hinaus geltend. In der aktuellen dritten Staffel erklärte Rick die abgesetzte McDonald's-McNugget-Szechuan-Sauce zu seinem Leibgericht. Daraufhin unterschrieben zehntausende Fans eine Petition, die Sauce wieder ins Sortiment aufzunehmen. Eine kleine Anmerkung am Rande: Deadmau5 ersteigerte auf Ebay eine der letzten Flaschen Szechuan-Sauce für unglaubliche 15.000 Dollar.

Seit Ende Juli läuft der abgedrehte Cartoon immer mittwochs um 21.50 Uhr auf dem deutschen Pay-TV-Sender TNT Comedy. Auf diesem Kanal kann man sich davon überzeugen, woher der Hype um «Rick and Morty» kommt.

Ganz einfach erklärt, ist die Serie eine Mischung aus «The Simpsons», «Family Guy» und «South Park». Doch dieser Vergleich greift zu kurz. «Rick and Morty» ist klüger, frecher und radikaler als die drei Kult-Serien zusammen. Besonders der versteckte Tiefgang, der in jeder Episode aufblitzt, ist beeindruckend. Anspielungen auf Religion, Wissenschaft oder Kultur sind so dicht gesät, dass man sie gar nicht alle aufnehmen kann. (Zum Glück gibt es etliche Youtube-Videos, die jede «Rick and Morty»-Folge akribisch analysieren.

Trash trifft Anspruch

«Rick and Morty» ist nichts für Kinder, dafür ist die Serie, die auf den ersten Blick als Klamauk interpretiert werden könnte, viel zu intellektuell. Rick hadert mit der Sinnlosigkeit seiner Existenz und besonders Mortys Schwester Summer macht sich immer wieder Gedanken zum Leben. «Keine Existenz hat einen Sinn, niemand gehört irgendwohin, wir werden alle sterben», sinniert sie. Kaum hat sie diese Worte gesprochen, driftet sie in flachere Gewässer ab und sagt: «Können wir jetzt bitte zusammen Fernsehen gucken?» Dieses Pendeln zwischen Sinn und Unsinn macht den Reiz der Serie aus.

Aber nicht nur der Inhalt von «Rick and Morty» ist beeindruckend. Auch in der Entstehung gehen die Produzenten Justin Roiland und Dan Harmon unorthodoxe Wege. In der Bildstrecke finden Sie zehn Fakten zu «Rick and Morty».

Da lacht das Nerd-Herz: 50 Anspielungen in «Rick and Morty».

So geht das: Justin Roiland lässt sich volllaufen, um Rick besonders glaubhaft sprechen zu können.

(L'essentiel/lme)

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