Joko und Klaas

17. September 2020 11:04; Akt: 17.09.2020 11:26 Print

«Bitte nicht mit Kindern anschauen»

Joko und Klaas nutzen 15 Minuten Sendezeit um mit erschreckenden Bildern auf das Flüchtlingslager Moria auf Lesbos aufmerksam zu machen – und lösen jede Menge Reaktionen aus.

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Zum achten Mal haben sie ihre Show «Joko & Klaas gegen ProSieben» gewonnen. Und damit zum achten Mal 15 Minuten freie Sendezeit zur Verfügung bekommen. Diesmal widmen diese Joko Winterscheidt (41) und Klaas Heufer-Umlauf (36) einem ernsten Thema: Sie liefern einen Doku-Bericht des 21-jährigen Flüchtlings Milad aus dem Lager Moria auf der griechischen Insel Lesbos inklusive privaten Videomaterials des Betroffenen.

Milads berührende Lebens- und Leidensgeschichte startet erst nach einer kurzen Einführung des Entertainer-Duos – und nach ausdrücklichen Warnungen. Die Bilder seien nichts für schwache Nerven. Und: «Bitte nicht mit Kindern anschauen», fügt Klaas an.

«Größter Fehler, auf Insel zu kommen»

«Es war der größte Fehler meines Lebens, auf diese Insel gekommen zu sein», sagt Flüchtling Milad rückblickend. Er habe von Europa geträumt, habe geglaubt, dass hier Freiheit und Gleichberechtigung herrsche. Doch was er nun seit Monaten erlebe, sei die Hölle. Es folgen verstörende Bilder von überfüllten Flüchtlingsbooten, von schreienden Kindern, von vom Feuer flüchtenden Menschen.

Am Ende von «A Short Story Of Moria» appelliert Milad an die Zuschauer: «Wenn mir Europa zuhören würde, würde ich nur sagen, dass alle Geflüchteten auf dieser Insel eine Lösung brauchen. Wir brauchen eine Lösung für diese Bedingungen hier und das Leid und den Schmerz der Menschen», sagt er. «Kümmert euch um dieses Chaos.»

Lob, Mitgefühl und Kritik auf Twitter

Die Reaktionen auf das Video in den sozialen Medien ist riesig. Und reichen von betroffen bis wütend. Moderator Micky Beisenharz etwa twittert, die Show sei «wirklich wichtig» und «berührend».

Zahlreiche User zeigen sich unter dem Hashtag #MoriaStory erschüttert über die Bilder aus dem Camp Moria.

Es wurden aber auch kritische Stimmen laut.

Auch der Sender Prosieben, der im Vorfeld der «Joko & Klaas»-Clips stets klarstellt, nichts mit dem Inhalt zu tun zu haben, hat sich in die Diskussion eingeschaltet. Und in inzwischen mehreren Tweets Stellung bezogen.

(L'essentiel/Katja Fischer)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jos am 17.09.2020 20:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wenn Sie jemandem helfen wollen: es gibt Arme Rentner, Kinder aus prekären Verhältnissen, Arbeitslose, Alleinerziehende, Flaschensammler, Schwerbehinderte.....also ganz viele Menschen in unserer Nähe. Ja, es gibt auch viel Elend in vielen anderen Ländern der Welt. Meinen Sie nicht, dass man dann lieber dort vor Ort hilft? Sie können nicht alle hierhin holen.

  • Leavenoonebehind am 17.09.2020 13:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gottseidank gin et Leit dei op sou Themen opmierksam machen!! https://leavenoonebehind2020.org/

Die neusten Leser-Kommentare

  • Jos am 17.09.2020 20:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wenn Sie jemandem helfen wollen: es gibt Arme Rentner, Kinder aus prekären Verhältnissen, Arbeitslose, Alleinerziehende, Flaschensammler, Schwerbehinderte.....also ganz viele Menschen in unserer Nähe. Ja, es gibt auch viel Elend in vielen anderen Ländern der Welt. Meinen Sie nicht, dass man dann lieber dort vor Ort hilft? Sie können nicht alle hierhin holen.

  • Leavenoonebehind am 17.09.2020 13:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gottseidank gin et Leit dei op sou Themen opmierksam machen!! https://leavenoonebehind2020.org/