TV-Probleme

30. April 2019 15:07; Akt: 30.04.2019 15:08 Print

Darum war bei «Game of Thrones» nichts zu sehen

Der Frust ist riesig. Da läuft die größte Schlacht aller Zeiten, doch auf dem Bildschirm ist kaum etwas zu erkennen. Das sind die Gründe für das Debakel.

Die achte und finale Staffel des Fantasy-Epos läuft derzeit unter anderem im Westschweizer Fernsehen. (Video: HBO)

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Die Schlacht von Winterfell sollte das größte Gefecht der Fernsehgeschichte werden. Doch viele Zuschauer konnten in der dritten Episode der letzten «GoT»-Staffel mit dem Titel «The Long Night» (Die lange Nacht) kaum etwas sehen. Das Problem: Die Szenen wurden – wohl um authentisch zu bleiben – hauptsächlich in der Nacht gedreht. Die Aufnahmen in der Finsternis, gepaart mit schnellen Schnitten, machten es jedoch fast unmöglich, der Handlung zu folgen.

Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. So schrieb beispielsweise Twitter-Nutzerin Colleen Ballinger: «Ich wollte GoT schauen, aber die Folge war zu dunkel, um etwas erkennen zu können. Der Ton hörte sich jedoch sehr interessant an.» Die Film-Journalistin Tasha Robinson war froh um die Figur Beric Dondarrion: «Weil er sein brennendes Schwert überall hin trägt, kann man sehen, wer in seinen Szenen kämpft und was eigentlich los ist.»

Mehrere Probleme

Dass bei der Folge kaum etwas zu sehen war, hat auch verschiedene technische Gründe. So sind die meisten günstigen Fernseher gar nicht in der Lage, ein wirklich tiefes Schwarz zu erzeugen, weil LED- und LCD-Bildschirme von hinten beleuchtet werden. Echtes Schwarz ist nur bei OLED möglich, weil dort jedes Pixel einzeln angesteuert werden kann.

Für das Streaming wird das Bild vor der Übertragung zudem komprimiert, worunter vor allem die dunklen Bildbereiche leiden. Und «Game of Thrones» wird nicht, wie beispielsweise aktuelle Netflix-Serien, in 4K-Auflösung, sondern nur in HD übertragen. Wer sich die Folge auf Sky ansah, bekam zudem statt HD 1080p nur eine Auflösung von HD 720p zu sehen.

So muss man GoT schauen

Wie die Tech-Website Theverge.com schreibt, sollte man beim Streaming auf die Bandbreite achten. So werde etwa HBO bei Amazon Prime Video mit 10 Mbps, bei HBO selber hingegen nur mit 5 Mbps übertragen.

Ein weiterer Punkt sind die Einstellungen des Fernsehgeräts. Da viele ab Werk zu hell eingestellt sind, haben wohl viele instinktiv die Helligkeit heruntergedreht. Dadurch sieht man bei dunklen Szenen automatisch weniger. Für GoT kann die Helligkeit temporär zwar wieder höhergestellt werden, allerdings bleibt das miserable Kontrastverhältnis der nächtlichen Schlachtszenen natürlich dasselbe. Am besten wählen Sie bei den Bildprofilen – falls möglich – den Film- oder Kinomodus.

Um möglichst viel erkennen zu können, sollte wenig Umgebungslicht vorhanden sein. Schalten Sie also Lampen und andere Lichtquellen aus, die das Fernseherlebnis beeinträchtigen könnten, und ziehen Sie den Vorhang. Eventuell kann ein schwaches Licht hinter dem Bildschirm das Seherlebnis angenehmer machen, weil dann der Schock für die Augen beim Wechsel von dunklen auf helle Szene nicht so groß ausfällt.

Wo kann ich GoT sehen?

Schweizer können sich die Serie jeweils im Westschweizer Fernsehen RTS mit einer Auflösung von 720p ansehen. Die Episoden werden in der Nacht auf Montag um 3 Uhr ausgestrahlt. Nach dem Sendetermin ist die Folge noch einige Zeit in der Mediathek von RTS verfügbar. Zudem kann «Game of Thrones» auch kostenpflichtig auf Teleclub oder Sky angesehen werden.

(L'essentiel/swe)

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