«Kitchen Impossible»

12. März 2018 10:55; Akt: 12.03.2018 15:05 Print

Erschöpfter Tim Mälzer kippt einen Schnaps in Nancy

NANCY – Für Frankreich war TV-Koch Tim Mälzer noch nie Feuer und Flamme. Rivale Johannes King will den Großkotz scheitern sehen – und schickt ihn nach Nancy.

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Tim Mälzer trinkt sich während seiner Koch-Aufgabe in Nancy Mut an. (Bild: Screenshot VOX)

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Am Sonntagabend lief bei VOX die neueste Folge des Koch-Battles «Kitchen Impossible»: Dieses Mal kreuzte Tim Mälzer mit Spitzenkoch Johannes King (zwei Michelin-Sterne) die Klingen. King schickt das Hamburger Gastro-Großmaul in ein Land, um das Mälzer lange Zeit einen großen Bogen gemacht hat: Nach Frankreich, genauer gesagt ins lothringische Nancy.

In der Sendereihe tauschen die Kontrahenten kleine Gehässigkeiten untereinander aus und kleckern gleichzeitig nicht mit Selbstlob. Kraftausdrücke gehören zur Show, allzu ernst darf man die derben Sprüche jedoch nicht nehmen. King erklärt, warum er Mälzer nach Frankreich geschickt hat: «Böse Zungen würden sagen: Er stößt da am schnellsten an seine Grenzen, deswegen hasst er dieses Land.»

Tim Mälzer mit Patissier Jacques.

Mälzer muss sich als Crêpe-Koch beweisen

Mälzer betritt die renommierte Brasserie Excelsior im Zentrum von Nancy und stellt angesichts der außergewöhnlichen Innenausstattung fest: «Es ist genau so, wie ich mir Frankreich vorstelle. Ein bisschen snobby, die haben so eine gewisse Arroganz in sich drin. Das kommt hier rüber.»

Als er die schwarze Box öffnet, ist jedoch kein Gericht drin – sondern eine Stoppuhr. Sofort schießt es ihm ein: «Es ist Crêpe Suzette, ihr F*****.» Mälzer hat nur 2,5 Stunden Zeit, um die Zutaten einzukaufen, die Crêpes ohne Rezept vorzubereiten und sie dann direkt an den Tischen der Gäste zu flambieren.

Ein stärkender Schluck Likör

Beim Schweinsgalopp zum Supermarkt kommt der stämmige TV-Koch schon gehörig ins Schwitzen. Dann macht ihm auch noch die Selbstbedienungskasse zu schaffen. Beim Schleppen der schweren Einkaufstasche muss Mälzer ein Päuschen auf einer Treppe einlegen: Er packt den Grand Marnier aus und nimmt einen ordentlichen Schluck. Rivale King kann sich vor Lachen gar nicht halten.

Bei der Zubereitung in der Küche des Excelsior scheint jedoch alles glatt zu laufen. Mälzer versucht sich, mit etwas Erfolg, an der französischen Sprache. Immer wieder gibt der Hamburger ein selbstmotivierendes «Oh là là!» von sich. «Sucre, sal (sic!), je suis une machine». Gastgeber Jacques fragt: «Kriegsmaschine?»

Tim Mälzer flambiert die Crêpes am Tisch.

Dann der Höhepunkt der Performance: Mälzer marschiert mit den Crêpes zu den Tischen, bereit zum Flambieren. «Bonjour mesdames! Je m'appelle Tim. Je suis un cuisinier petit de Allemand», stellt sich Mälzer vor. Und er lobt seine Kreation in höchsten Tönen: «Vielleicht willst du nachher in Deutschland leben wegen meiner Crêpe Suzette.»

Selbst Patissier Jacques war vom Auftritt Mälzers begeistert. «Es sah schon professionell aus – bis auf das Handtuch, das er sich auf die Schultern legte.» Am Ende vergaben die Stammgäste des Excelsior für diese Leistung sogar zwei Mal zehn Punkte. Insgesamt ergattert Mälzer in Nancy starke 7 Punkte – am Ende gewinnt er das Duell mit dem Sternekoch mit 11,0 zu 9,9 Punkten. Die Koch-Doku verfolgten am Sonntag übrigens 1,9 Millionen Zuschauer.

(jt/L'essentiel)

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