Claudias House of Love

15. Januar 2021 17:36; Akt: 16.01.2021 15:42 Print

Love-​​Luxemburger zeigt im «House» seine fiese Seite

Mehr Dates, viel Haut, Lügen und Intrigen – die neuen Folgen der Dating-Show halten einige Überraschungen bereit. Und Luxemburger Claude ist mittendrin.

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Zum zweiten Ausstrahlungstermin der Sendung «Claudias House of Love» hat das Streaming-Portal Joyn+ gleich zwei neue Folgen der Kuppelshow mit TV-Personality Claudia Obert geliefert. Eines vorweg: Das Großregion-Duell der Show geht klar an Luxemburg! Während Saarländer Gerd (72) als erster «Claudias House of Love» verlassen muss («Um es ganz kurz und bündig zu machen: Ich glaube du wärst mit mir überfordert»), erschmeichelt sich Claude in dem Trash-Format für Hartgesottene Claudias Aufmerksamkeit – und ihre Füße. Doch dazu später.

Nach Gerds Auszug, der es sich schon in Folge mit seinem Penis-Mitbringsel verscherzt hatte, bieten sich noch neun Herren der liebestollen Unternehmerin feil. Allen voran Mario, der eigentlich Thomas Mario heißt, nur Mario genannt werden will, dafür aber viel zu oft erwähnt, dass er ja Thomas Mario heißt. Geht es mal nicht um seinen Namen, packt er die Komplimente-Kanone aus: «In erster Linie geht's mir um dich!», beteuert der Nürnberger Barkeeper (und Promille-Champion des Hauses). «Es ist ja, weiß Gott, keine Andere da», bügelt ihn Claudia nieder. Doch Claudias schlagfertige Abfuhren scheinen Thomas Mario, pardon, Mario, nur noch mehr anzuspornen: «Ich mag deine Sprüche, ohne Scheiß. Ich mag dich einfach...du bist genau eine Frau, die ich, die ich, rrrr, die ich einfach haben will! Verstehst du? Ich mag dich einfach. Verstehst du?» Verstanden hat Claudia das bestimmt, doch offensichtlich keine Lust.

Thomas Mario bittet Claudia zum Zwiegespräch. © Joyn – neue Folgen immer donnerstags bei Joyn PLUS+

Sehr viel bessere Karten hat da Mario Nr. 2. Richtig, ohne Thomas. Mit seinen 24 Jahren zwar der Jungspund des Hauses, dennoch könnte man meinen, er sei ein lebenserfahrener Philosoph. Nur so lassen sich seine unermüdlich tiefgründigen Ausführungen über sein Kunstwerk erklären, Ergebnis der «Schwing den Pinsel»-Challenge. Claudia gefällt es jedenfalls und belohnt den Hobby-Aristoteles mit einem schlüpfrigen Date. Wer bis zu den wilden Knutschereien wacker genug war, nicht wegzuschalten, möchte Mario seine lockere und ehrliche Art («ich möchte hier einfach eine gute Zeit haben») auch glauben.

« Tja, dann habe ich Claudia vielleicht geblendet. »

Womit wir bei Claude wären, dem Luxemburger Kandidaten mit dem smarten Akzent. Wer schon nach Folge 1 vermutete, der 44-Jährige könnte an der Show teilnehmen, um seine kleine Schauspielkarriere voranzutreiben, der wird sich in Folge 2 und 3 bestätigt fühlen. Angetan von Claudes Turban-Catwalk über den «Saufsteg», wohlklingender Titel der dritten Challenge, darf er mit Claudia zum nächsten Date.

Whirlpool, Schlammbad, gemeinsames Duschen – es klingt, wie es war: Nackt und schmutzig. Während Claudia sichtbar Spaß an Massagespielchen von buchstäblich Kopf bis Fuß hat, lässt Claude die Sache wohl nur über sich ergehen. Er hat nämlich eine andere Vorstellung davon, wie Frau zu sein hat, wie er hinter Claudias Rücken offenbart. «Eine Frau, die sich rar macht, eine Frau die Werte hat, das macht mich an.» Bei sich selbst nimmt er es mit den Werten allerdings nicht so genau. So tischt er Kandidat Toni, bei dem er ernsthaftes Interesse an Claudia vermutet, die Story auf, beim Date «bis zum Äußersten» gegangen zu sein.

«Der kleine Spaghetti» – was Claude wohl für eine adäquate Bezeichnung für einen Italiener hält – geht seinem vermeintlich neuen Kumpel gutgläubig auf den Leim, immerhin bietet der ihm eine überzeugende Show. Dem Luxemburger entlockt das eine gute Portion Schadenfreude: «Stell dir mal vor, ich gewinne zum Schluss und die hatten reelle Ambitionen. Tja, dann habe ich euch und Claudia vielleicht geblendet und die Falschen sind rausgeflogen. Also irgendwas hat das.» Einen ebenso fragwürdigen Umgang pflegt Claude auch mit dem ältesten – zugegebenermaßen etwas gewöhnungsbedürftigen – Nebenbuhler Nikolai (74). «Ich bin heute Morgen wach geworden, ich dachte ich bin im Krematorium, als ich ihn sah», bleibt nicht der einzige Spruch, den er sich im Bezug auf dessen fortgeschrittenes Alter leistet. Da hilft es nach seinen bisherigen Showeinlagen auch wenig, dass er sich wegen eines schlechten Gewissens am Ende bei Nikolai entschuldigt – wirklich glauben will man ihm seine Krokodilstränen nun aber nicht mehr. Das Haus verlassen muss schließlich der 74-jährige Münchner.

Ob Claude tatsächlich geläutert ist und einfach einen schlechten Tag hatte oder weiter die Fäden im House of Love spinnt, wird sich kommende Woche bei der nächsten Folge vielleicht rausstellen. Ach ja, zwischenzeitlich musste übrigens auch Kandidat Aytunc seine Sachen packen. Wer bis dahin nicht wusste, wer das ist – nicht schlimm, wir auch nicht.

(mei/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • packtiech am 17.01.2021 09:42 Report Diesen Beitrag melden

    wer guckt schon solch einen schwachsinn?

  • Alex am 16.01.2021 22:32 Report Diesen Beitrag melden

    Aber kommt der Claude nicht aus Regensburg?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • packtiech am 17.01.2021 09:42 Report Diesen Beitrag melden

    wer guckt schon solch einen schwachsinn?

  • Alex am 16.01.2021 22:32 Report Diesen Beitrag melden

    Aber kommt der Claude nicht aus Regensburg?

    • Sara am 22.01.2021 16:47 Report Diesen Beitrag melden

      Dort haust er wohl.

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