Netflix-Film Schumacher

16. September 2021 20:26; Akt: 16.09.2021 20:32 Print

«Michael ist hier, einfach anders»

Michael Schumacher zog sich bei einem Ski-Unfall vor acht Jahren schwere Verletzungen zu. Am Mittwoch wurde eine Dokumentation veröffentlicht.

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Um was geht es in der Netflix-Doku «Schumacher»?

In der Netflix-Doku «Schumacher» gewährt die Familie Schumacher erstmals Einblicke in das Leben nach der Tragödie in den französischen Alpen am 29. Dezember 2013. Vieles dreht sich aber um die Zeit vor dem Unfall. Von den Anfängen im Kart, dem Aufstieg aus bescheidenen Verhältnissen zur Formel-1-Ikone, aber auch den dunklen Momenten eines überehrgeizigen Michael Schumacher. Dabei bleiben die Macherinnen und Macher auch nicht nur unkritisch.

Wer ist Teil der Dokumentation?

Neben den Familienangehörigen wie Bruder Ralf, Ehefrau Corinna, Vater Rolf, Tochter Gina und Sohn Mick kommen auch zahlreiche ehemalige Kontrahenten zu Wort. Darunter sind die Formel-1-Legenden Damon Hill, Mika Häkkinen oder David Coulthard. Außerdem sind die langjährigen Weggefährten Bernie Ecclestone, Flavio Briatore, Jean Todt und Ross Brawn sowie Manager und Entdecker Willi Weber zu sehen.

Wie steht die Familie zum Film? War es gar ihre Idee?

Der Film Schumacher ist die erste und einzige Dokumentation, die von der Familie unterstützt wird. Die Produzierenden haben sich über mehrere Jahre mit der Familie beschäftigt. Die Schumacher-Managerin sprach von einem «Geschenk seiner Familie an den geliebten Ehemann und Vater.» Die Familie hat den Film einmal gesehen und steht total hinter der Dokumentation, wie es in deutschen Medienberichten heißt.

So reagiert das Netz auf die Doku

Die Dokumentation ist seit Mittwoch abrufbar auf dem Streamingdienst und liegt derzeit an der Netflix-Spitze in der Schweiz. Viele Nutzerinnen und Nutzer sind von den zahlreichen Gänsehautmomenten begeistert. Ein User schreibt: «Tränengarantie». Weiter heißt es: «Bei den Interviews musste ich weinen» oder: «Held meiner Kindheit, eine eindrucksvolle Dokumentation.»

Ist Michael Schumacher in der Doku zu sehen?

Natürlich! Aber nur Material bis zu seinem Unfall im Dezember 2013. Aktuelle Bilder oder Videoaufnahmen kommen in der Netflix-Dokumentation nicht vor. Dafür werden aber bislang unveröffentlichte Aufnahmen aus dem Archiv der Familie gezeigt, die Schumi so privat zeigen wie nie zuvor.

Wie wird der Unfall in der Doku thematisiert?

Der 29. Dezember 2013, der das Leben der Familie Schumacher komplett auf den Kopf gestellt hat, ist erst am Ende des zweistündigen Films ein Thema. Konkret werden die Ereignisse an diesem Tag nicht angesprochen. Corinna Schumacher sagt aber: «Es war einfach richtig Pech. Mehr Pech kann man im Leben nicht haben.» Kurz vor den Ereignissen in den französischen Alpen habe ihr Mann noch zu ihr gesagt: «Der Schnee ist nicht optimal, wir könnten ja nach Dubai fliegen und Fallschirmspringen.»

Gibt es ein Update zum Gesundheitszustand?

Seit Schumachers Ski-Unfall im französischen Méribel ist wenig bis gar nichts über seinen Gesundheitszustand an die Öffentlichkeit geraten. Dazu sagt Corinna Schumacher in der Netflix-Doku auch: «Es ist wichtig, dass er sein Privatleben weiter so genießen kann, so gut, wie es eben geht. Michael hat uns immer beschützt, jetzt beschützen wir Michael.» Etwas gibt Schumis Ehefrau dennoch preis. Alle würden Michael vermissen, die Familie, sein Umfeld und natürlich auch sie selber: «Aber Michael ist ja da, anders, aber er ist da. Und das gibt uns allen Kraft.» Sie alle würden alles machen, damit es ihrem Ehemann besser beziehungsweise gut gehe.

Der emotionalste Moment der Doku

Die Minuten der Doku, die sich dem Unfall in den französischen Alpen widmen, sind natürlich höchst emotional. Nicht nur die Ehefrau spricht unter Tränen über die Tragödie, auch der Sohn und aktuelle F1-Rennfahrer, Mick Schumacher, vergleicht die Situation früher und jetzt in einer Art, die manche Zuschauerinnen und Zuschauer zu Tränen rühren wird sowie für Gänsehaut sorgen werden.

(L'essentiel/wed/fss)

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