Alles Fake im Dschungelcamp

09. Januar 2019 11:52; Akt: 09.01.2019 11:59 Print

Nachts wird sogar der Wasserfall abgestellt

Dusche, See und Höhlen sind künstlich. Zu den Prüfungen geht's im Auto. Das meiste, was wir ab Freitag beim RTL-Dschungelcamp zu sehen bekommen, ist Kulisse.

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Dass Reality-TV in Wahrheit so gar nichts mit der Realität zu tun hat, ist ja nicht neu. Die jüngsten Enthüllungen zu «Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!» auf RTL verblüffen aber selbst eingefleischte Fans des Kultformats: Bild-Reporter, die das Dschungelcamp seit zehn Staffeln vor Ort begleiten, lüften kurz vor dem Start der neuen Trash-Runde am Freitag ein paar gut gehütete Geheimnisse.

1. Wasserhahn zu

Wasser sparen gilt auch im Dschungel. Deshalb wird der Hahn des Wasserfalls, unter dem die mehr oder minder prominenten Bewohner jeweils duschen, in der Nacht jeweils zugedreht. Nichts mit echter Naturdusche also.

Die Wasserfalldusche ist künstlich. Und nur tagsüber in Betrieb.

2. Chlor im See

Auch der Teich ist künstlich angelegt. «Als ich 2008 das Camp zum ersten Mal besuchte und hineinsprang, wunderte ich mich über den Geruch und den Geschmack von Chlor im Wasser», erinnert sich der Bild-Journalist. Damals habe man ihm gesagt, dass das aus hygienischen Gründen sei. Inzwischen bestreitet der Sender den Chlorgehalt im Wasser.

3. Fiberglas-Felsen

Selbst die Felsen und Höhlen, die echtes Dschungelfeeling vermitteln, sind in Wahrheit Fake. Beziehungsweise aus Fiberglas. Dahinter sind zahlreiche Kameras untergebracht.

4. Schacht unter dem Klo

Es stinkt, es ist schmutzig und es gibt Ungeziefer: Das berühmte Plumpsklo hat schon so manchem verwöhnten Sternchen den Aufenthalt versaut. Angeblich. So übel riechend kann das stille Dschungel-Örtchen nämlich gar nicht sein. Unter dem Sitz befindet sich ein Schacht, dessen Inhalt regelmäßig entleert und entsorgt wird.

Regelmäßige Reinigung: Das stille Dschungel-Örtchen ist in Wirklichkeit die Luxusvariante eines Plumpsklos.

5. Brennholz-Beschiss

Mühselig müssen die Camper jeweils durch den Regenwald stapfen und Holz fürs Lagerfeuer sammeln. So scheint es. In Wahrheit verteilt RTL gehackte und getrocknete Scheiter im Dschungel. Oder wie es die Sendungsmacher ausdrücken: «Das Brennholz wird zur Verfügung gestellt.»

6. Per Taxi zur Prüfung

Über eine Hängebrücke müssen sie gehen, quer durch die Wildnis, um vom Camp zum Ort der Dschungelprüfungen zu gelangen. Von wegen! Weil sich auf dem Weg Gebäude befinden, die das TV-Publikum nicht sehen darf, werden die Kandidaten per Jeep herangekarrt.

7. Heimliche Mitbewohner

Trotz der Distanzen zwischen Camp und Challenges: So abgeschieden hausen die Promis gar nicht. Wenige Meter neben den Schlafplätzen stehen Bürocontainer der Produktion. Das Bild-Team rät den Frischlingen jeweils, sich keine Pritsche direkt bei den Bäumen auszusuchen. In den Bäumen sitzen nämlich Kameramänner – und die seien laut. «Einer davon war bekannt für seinen Dauerhusten. Er röchelte so laut, da bekamen die Kandidaten kein Auge zu.»

Ja keine Pritsche bei den Bäumen wählen! Im Dickicht lauern die Kameramänner.

(L'essentiel/kfi)

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