Aktie im Tief

09. Februar 2017 07:00; Akt: 08.02.2017 21:25 Print

Seit Raab weg ist, geht es mit Prosieben bergab

Die Quoten mögen passabel sein – an der Börse zeigt sich jedoch ein anderes Bild: Der Abgang von «König Lustig» hat bei Prosieben einiges verändert.

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Aus dem Wort «Maschendrahtzaun» einen Nummer-1-Hit basteln. Aus einem simplen Turmspringen eine abendfüllende Liveshow stricken. Dem Eurovision Song Contest in Deutschland eine neue Bedeutung geben. Und Angela Merkel in einer TV-Debatte zur Kanzlerschaft aus dem Konzept bringen. All diese Dinge hat Stefan Raab (50) meisterlich hingekriegt.

Deswegen – und wegen seiner frechen Sprüche, seiner Unverfrorenheit, aber auch seinem manchmal nervtötenden Ehrgeiz – haben die Zuschauer den gelernten Metzger so gemocht. Bloß: Seit dem 16. Dezember 2015 ist Raab weg. Unter Tränen verabschiedete er sich damals bei «TV total» von seinem Publikum.

«Die beste Show der Welt» ist tatsächlich gut

Und heute, über ein Jahr später? Klafft bei Prosieben eine riesige Lücke. «Schlag den Star» erreichte 2016 mit rund 15 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen zwar beachtliche Werte. «Schlag den Raab» hingegen kletterte die knapp zehn Jahre zuvor fast immer über die 20-Prozent-Marke, wie Quotenmeter.de festhält.

Am ehesten an die Raab-Spitzenwerte heran kam «Die beste Show der Welt» mit Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf. Eine Quote von durchschnittlich mehr als 16 Prozent wird dem selbstbewussten Titel des Formats durchaus gerecht.

Tiefpunkt «Studio Amani»

Die größten Sorgen macht dem Privatsender aus Unterföhring bei München jedoch das Wochenprogramm ab 23 Uhr. Hier, wo Raab jeweils mit «TV total» auf Sendung war. Das «Studio Amani» darf ohne Übertreibung als Quotendebakel bezeichnet werden, Joko, Klaas und ihr «Circus HalliGalli» erreichten seit September kein einziges Mal mehr den Senderschnitt.

Zudem lohnt sich ein Blick an die Börse: Bei Raabs letzter Show im Dezember 2015 war eine Aktie der Prosieben Sat.1 Media SE 47,50 Euro wert. Danach sackte sie ab und dümpelte lange im 30-Euro-Bereich rum, mittlerweile allerdings mit leicht steigender Tendenz.

Das Branchenportal Quotenmeter.de kommt deswegen zum ernüchternden Fazit, dass es Prosieben bisher «mit keiner einzigen Ausstrahlung geglückt ist, einen neuen Superhit zu installieren». Den Raab zu schlagen, das erweist sich im Nachhinein als ziemlich schwierig.

(L'essentiel/scy)

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