Schutzanzüge, leere Säle

21. September 2020 17:05; Akt: 21.09.2020 17:36 Print

So schräg sind Award-​​Shows während Corona

Wohnzimmer statt roter Teppich, oben ohne statt Anzug – Preisverleihungen wie die Emmys müssen in Zeiten der Pandemie neu erfunden werden.

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Werden künftig alle Award-Shows so aussehen? Statt Publikum gabs an den 72. Emmy Awards, die in der Nacht auf Montag (Luxemburger Zeit) verliehen wurden, einen Raum mit einem gigantischen Screen, auf dem über 100 Nominierte aus zehn Ländern live via Zoom zugeschaltet waren. Nur einige wenige Promis waren vor Ort, um zu moderieren und die Gewinnerinnen und Gewinner zu verkünden.

Die leeren Stühle im Saal wurden mit Pappfiguren besetzt. Der einzige Gast, der dieses Jahr im Publikum saß: Jason Bateman (51). Der US-Schauspieler mogelte sich mehr oder weniger erfolgreich unter die Karton-Stars.

DIY-Studio-Equipment wird nach Hause geschickt

Um technische Probleme zu minimieren und für eine möglichst hochwertige Übertragung zu sorgen, wurden die Stars von den Veranstalterinnen und Veranstaltern Emmy-gerecht ausgerüstet. 130 DIY-Studio-Kits inklusive Kamera, Ringlicht, Mikrofon, Laptop und Anleitung wurden zu den Promis in 20 verschiedene Städte in zehn Ländern nach Hause geschickt.

Der Plan ging auf: Tatsächlich gab es abgesehen von einigen Glitches und kurzzeitigen Soundproblemen keine technischen Desaster.

Die Award-Übergabe ist sehr seltsam – und aufwendig

Wenn über 100 Nominierte über den Globus verstreut an den Emmys teilnehmen, gibt es natürlich einige logistische Schwierigkeiten. Viele fragten sich etwa, wie das mit der Award-Übergabe ablaufen wird. Comedian Ramy Youssef (29) lieferte schließlich eine Antwort in Videoform – und die ist ganz schön bizarr:

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when u lose the emmy

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Tatsächlich wartete bei jeder und jedem Nominierten zu Hause jemand in einem Schutzanzug mit einem Emmy in der Hand auf die Gewinnverkündung – und verzog sich wortlos wieder, wenn der Award an einen anderen Promi geht. Immerhin winkten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freundlich.

Es gibt keinen Dresscode mehr

Obwohl die Emmys nur virtuell stattfanden, schmissen die meisten Promis sich in Schale und machten ihr Wohnzimmer zum roten Teppich. Manche beließen es aber bei bequemer Loungewear – und Comedian Jeff Garlin (58) hatte einfach gar nichts an. Zumindest obenrum nicht.

Es herrscht Pannengefahr bei den Dankesreden

Als der britische Drehbuchutor Jesse Armstrong (48) für «Succession» den Award fürs beste Drama-Drehbuch entgegennahm und seine Dankesrede hielt, klingelte mittendrin plötzlich das Telefon. Die Kamera wechselte daraufhin zu zwei lachenden «Succession»-Stars und Armstrong spaßte: «Zimmerservice, vermutlich.»

Corona-Jokes gehören zum Programm

Regelmäßiges Desinfizieren ist natürlich auch an Award-Shows ein Thema. Emmy-Host Jimmy Kimmel (52) reichte dies aber nicht: Bevor er eines der Couverts die Gewinnverkündung öffnete, besprühte er es zunächst mit Desinfektionsmittel – und setzte es danach, um auch ganz sicher zu gehen, für einige Sekunden in Brand. «Man weiß nie, wo die Hände der Leute in der Buchhaltung vorher waren», so Kimmel. Gut, ist Jennifer Aniston (51) gleich mit dem Feuerlöscher zur Stelle.

(L'essentiel/Stephanie Vinzens)

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