Heidi, Tom & Co

24. Mai 2019 07:42; Akt: 24.05.2019 07:42 Print

Viele Stars und noch mehr Patzer im GNTM-​​Finale

Simone ist «Germany's Next Topmodel» 2019. Channing Tatum und Taylor Swift kamen zu Besuch. Der heimliche Sieger des Abends ist aber Thomas Gottschalk.

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Wenn GNTM die (vorerst) letzte Stunde schlägt, zaubert Heidi Klum Superstars und prominente Showacts aus dem Hut. Los ging die hochkarätig besetzte Finale-Sause mit einer Tanzeinlage des Cirque du Soleil. Nur kurz durften danach Heidis Topmädchen Simone, Sayana und Cäcilia auf die Bühne, bevor sich alle Kameras auf Taylor Swift richteten.

Der angekündigte Gastauftritt entpuppte sich allerdings als Mogelpackung. Tay Tay war nicht live in der Sendung, sondern schaute nur bei der Probe am Nachmittag vorbei. Das Ein-Song-Konzert wurde aufgezeichnet.

Sonderbehandlung für Tokio Hotel

Ganz anders die Gigs von Ellie Goulding, den Jonas Brothers und natürlich Tokio Hotel mit Heidi Klums Verlobtem Tom Kaulitz an der Gitarre. Die Acts performten bei der eigentlichen Show auf der Bühne. Tokio Hotel durften anschließend sogar auf Heidis Couch Platz nehmen.

Nicht nur den Kaulitz-Zwillingen wurde diese Ehre zuteil, nein, auch der Drummer und der Bassist der Band (ja, wie hießen die noch gleich?) waren mit von der Partie. Ein feiner Zug in einer durchwachsenen Show, die Eleganz und Authentizität weitgehend vermissen ließ.

Gute Botschaft, schlechte Verpackung

Simone, Sayana und Cäcilia waren selten im Mittelpunkt. Anfangs glänzten sie in engen, goldfarbenen Outfits. Dann wurden sie in klobige, kegelförmige Kleider gesteckt, die an die Spielfiguren von «Mensch ärgere dich nicht» erinnerten.

Immerhin ging es dabei um Gleichberechtigung, Frauenpower und Gender Diversity. Leider war die Message aber in peinlich banale Sätze («Bildung ist gut.») und Eigenlob verpackt («Vor 'Germany's Next Topmodel' wusste ich nicht, was ich mit meinem Leben anfangen soll.»)

Gestellte Hochzeit

Die Grenze des Erträglichen wurde schließlich mit einer Live-Hochzeit im Fernsehen überschritten. Theresia (26), ein der GNTM-Kandidatinnen, die aber vor dem Finale ausgeschieden war, ehelichte vor laufender Kamera ihren Verlobten Thomas (54).

Über die Aktion war bereits im Vorfeld spekuliert worden. Wirklich überrascht schien nur der Bräutigam selbst. Er fragte dreimal nach, wozu er eigentlich gerade ja gesagt hatte. Sein Schauspieltalent blieb an diesem Abend unerreicht.

Die Trauung erledigte Heidi Klum übrigens persönlich. Rechtskräftig ist der Ehebund wohl nicht, dafür bekam das Paar eine Hochzeitsreise nach Mexiko geschenkt.

Ein Selfie mit Channing Tatum

Nach den Herzensangelegenheiten gab es auch etwas fürs Auge. Die Stripper der Show «Magic Mike» tanzten ins Bild und entblößten für ein Live-Fotoshooting ihre muskelbepackten Oberkörper.

Ihr Chef Channing Tatum – der Hollywood-Star spielte in den «Magic Mike»-Filmen die Hauptrolle und jobbte früher wirklich als Stripper – kam allerdings nur für ein Selfie auf die Bühne.

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Danke Gottschalk

Ausgerechnet Thomas Gottschalk stahl Tatum und allen anderen Gaststars die Show und wurde damit zum GNTM-Sieger der Herzen. Den im Rahmen des Finales vergebenen «Personality Award» (den das Transgender-Model Tatjana erhielt) outete er unverblümt als billigen Trostpreis, Heidis TV-Spektakel nannte er einen «Kinderfasching» und eine Fotochallenge blockte er mit den Worten «Ich habe mit der Sache nichts zu tun» ab. Der vom grenzwertigen Treiben auf der Bühne irritierte Gottschalk sprach zahlreichen Twitter-Usern aus der Seele.

Simone gewinnt

Die Titelentscheidung ging fast völlig im Promi-Reigen und diversen Fremdschäm-Segmenten unter. Zu «Germany's Next Topmodel» wurde am Ende Simone erklärt. Und das obwohl sie sich zahlreiche Patzer (oder eher Knickser) auf dem Laufsteg erlaubt hatte.

Schuld soll eine schon vorab kommunizierte Verletzung gewesen sein. Es wirkte trotzdem seltsam, dass die schlechteste Finalperformance mit dem Titelgewinn belohnt wurde, während das souveränste Model (Cäcilia) als erstes ausschied.

(L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Thomas Bosch am 24.05.2019 10:00 Report Diesen Beitrag melden

    Haben wir so etwas wirklich nötig? Vor 10 Jahren haben wir über solche Shows in den USA noch gelacht, jetzt ist auch dieser peinliche Wahnsinn zu uns hinübergeschwappt, ich werde mir nie wieder solch eine Liveshow im deutschen Fernsehen anschauen. Zum Glück gibt es Streamingdienste, das klassische Fernsehen ist für mich endültig gestorben!

  • Lance am 24.05.2019 09:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schlimmer geht nimmer.Rabenmutter Klum ist nichts zu peinlich.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Thomas Bosch am 24.05.2019 10:00 Report Diesen Beitrag melden

    Haben wir so etwas wirklich nötig? Vor 10 Jahren haben wir über solche Shows in den USA noch gelacht, jetzt ist auch dieser peinliche Wahnsinn zu uns hinübergeschwappt, ich werde mir nie wieder solch eine Liveshow im deutschen Fernsehen anschauen. Zum Glück gibt es Streamingdienste, das klassische Fernsehen ist für mich endültig gestorben!

  • Lance am 24.05.2019 09:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schlimmer geht nimmer.Rabenmutter Klum ist nichts zu peinlich.

    • Fonsi am 24.05.2019 10:06 Report Diesen Beitrag melden

      Respekt für die alte Klum. Wer so offensichtlich die Menschheit verarscht und dafür noch dicke Kohle einsäckelt, der hat verstanden wie die Gesellschaft tickt.

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