«Malcolm & Marie»

18. Januar 2021 11:41; Akt: 18.01.2021 13:46 Print

Was wir über den neuen Netflix-​​Film wissen

Am 5. Februar startet das Beziehungsdrama «Malcolm & Marie» international auf Netflix. Der Streamingstart erregt Aufsehen – aus guten Gründen.

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Die Story folgt einem einzigen Paar durch eine einzige Nacht

«Malcolm & Marie» folgt Filmemacher Malcolm (John David Washington) und seiner Partnerin Marie (Zendaya), bei denen nach der Rückkehr von einer Filmpremiere die Stimmung kippt. Zurück in den eigenen vier Wänden nimmt die Nacht unerwartete Wendungen und offenbart tiefe Wunden. Der Fokus auf diesen einen Abend und diese eine Beziehung fesselte Kritiker.

Der Film gilt als erste Spielfilm-Produktion, die vollumfänglich während Corona entstanden ist

Wie Deadline berichtet, hat Regisseur Sam Levinson das Script zu «Malcolm & Marie» innerhalb von sechs Tagen im ersten Lockdown geschrieben. Gedreht wurde mit offizieller Bewilligung und kleinem Team in einer Quarantäne-Bubble zwischen dem 17. Juni und dem 2. Juli 2020 in einem Privathaus im kalifornischen Küstenort Carmel.

Die One-Night-Storyline dürfte der Umsetzung geholfen haben, doch im Q&A, das Netflix im Anschluss zum Vorab-Screening durchführte, erklärte Levinson weitere Gründe für die Entscheidung. Der Film soll «einbeziehen, wo wir aktuell sind; eingesperrt, zu Hause, in Beziehungen, mit Liebe und Missständen konfrontiert, und dem Glück in alldem.»

Beide Hauptdarsteller gelten als Oscar-Kandidaten

Sowohl Zendaya (24) als auch John David Washington (36) werden von Kritikern als Oscar-Favoriten gehandelt. Indiewire geht davon aus, dass Zendaya ohne Umschweife auf der Nominiertenliste landet. Variety-Filmpreis-Redakteur Clayton Davies meint, beide Darsteller hätten Platz im Rennen um den Oscar.

Zur Erinnerung: Zendaya verdiente sich nach ihrer Disney- und Popstar-Karriere im September 2020 einen geschichtsträchtigen Emmy für ihre Hauptrolle in Levinsons Erfolgsserie «Euphoria». Damit wurde sie zur bisher jüngsten Gewinnerin in dieser Kategorie. Laut Deadline soll sie es auch gewesen sein, die Levinson im Lockdown zum Drehbuchschreiben aufgefordert hat.

John David Washington war zuletzt als Lead in Christopher Nolans Blockbuster «Tenet» zu sehen, als Charakterdarsteller bewies er sich jedoch in seiner Hauptrolle als verdeckter Ku-Klux-Klan-Ermittler in Spike Lees «BlacKkKlansman» von 2018. Der ehemalige American-Football-Profi ist Quereinsteiger hat eindeutig das Talent seines berühmten Dads Denzel Washington geerbt.

Es ist kein Liebesfilm, sondern ein Film über die Liebe

Filmemacher Levinson erklärt zudem, warum sein Beziehungsdrama keine klassische Romanze ist. Ein privater Aha-Moment habe die Story befeuert. Bei der Premiere seines Spielfilm-Debüts «Assassination Nation» habe er vergessen, seiner Frau Ashley zu danken: «Die Arbeit am Film war sehr intensiv und sie hat viel abgekriegt», so Levinson. Er habe deswegen ein wahnsinnig schlechtes Gewissen gehabt, ihr das aber nie richtig mitgeteilt: «Anscheinend haben wir nur auf der Heimfahrt von der Premiere kurz über die Situation gesprochen, dabei war ich überzeugt, ich hätte mich tausendfach bei ihr entschuldigt», erinnert sich der Regisseur.

Vielmehr als ums rauschhafte Verliebtsein geht es bei «Malcom & Marie» also um jene gemeinen Dinge, die man seinem Partner oder Partnerin antut, vielleicht gerade wenn man liebt und diese Liebe als zu selbstverständlich ansieht.

(L'essentiel/Melanie Biedermann)

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