Erster Trailer

22. September 2020 08:25; Akt: 22.09.2020 08:26 Print

Worum zur Hölle geht es in «WandaVision»?

Nach dem emotionalen «Avengers: Endgame»-Finale ist unklar, wie es für die Marvel-Helden weitergeht. Der «WandaVision»-Trailer deutet eine großartig seltsame Richtung an.

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Im Rahmen der Emmy-Verleihung zeigten Marvel und Disney den ersten richtigen Trailer zu «WandaVision», der Serie um Wanda aka Scarlet Witch (Elizabeth Olsen) und den Androiden Vision (Paul Bettany). Bislang war ziemlich unklar, worum es in der Show geht, und ehrlich gesagt machen es diese knapp anderthalb Minuten Preview nicht besser. Wir wagen trotzdem einen Erklärversuch.

Schwarzweiße heile Welt

Der Trailer beginnt mit dem Look and Feel einer Sitcom aus den 1950er-Jahren. Wanda und Vision scheinen geheiratet zu haben und im beschaulichen Vorstadt-Ort Westview zu wohnen.

Das Ding ist: Oberschurke Thanos hat Vision am Ende von «Avengers: Infinity War» ausgelöscht, und der Android ist einer der wenigen Helden, die die Avengers in «Endgame» nicht zurückholen konnten. Sprich: Er ist tot – und hier trotzdem putzmunter, sogar mit dem Soul Stone auf der Stirn, der ihm Leben einhaucht und den Thanos ihm eigentlich entrissen hatte. Wann spielt «WandaVision» also?

Ein Fehler in der, äh, Matrix?

Vielleicht tatsächlich in den 1950ern, aber wie sind die beiden Protagonisten dort gelandet? «Endgame» spielte schließlich im Jahr 2023. Möglicherweise ist die ganze Szenerie aber auch gar nicht real, sondern ein Konstrukt von Wanda, die sich diese Fantasiewelt mit ihren Kräften erschaffen hat, weil sie nicht mit Visions Tod klarkommt?

Dass sie auch in dieser Quasi-Sitcom-Realität «zaubern» kann, zeigt der Trailer an mehreren Stellen. Und dass diese mögliche Scheinwelt nicht perfekt ist, wird klar, als das Ehepaar mit Nachbarn Abendessen isst und plötzlich feststellt, dass es keine Vorgeschichte hat. Daraufhin wird der eine Nachbar aggressiv – nicht unähnlich den Projektionen in Christopher Nolans Meisterwerk «Inception», wenn sie merken, dass sie bloß Teil eines Traums sind.

Zeitsprung in die 80er

Als Reaktion darauf scheint Wanda an ihrem Konstrukt zu schrauben und es zu einer 1980er-Sitcom à la «Who’s the Boss?» oder «Full House» zu machen. Woher die Sitcom-Begeisterung kommt? Vielleicht lief in Sokovia, Wandas fiktivem osteuropäischem Heimatland, sonst nichts im TV, und Scarlet Witch zieht daraus nun ihre Inspirationen für die Scheinwelt.

Jedenfalls hat nun das Farbfernsehen Einzug gehalten, und die beiden haben zwei Kinder – eventuell, damit die Nachbarn es diesmal nicht seltsam finden, wenn ein Ehepaar kinderlos in der Agglo wohnt? Ugh, dieser Artikel besteht eindeutig aus zu vielen Fragezeichen, aber wir haben eingangs ja erwähnt, dass der Trailer nicht wirklich für mehr Klarheit sorgt.

Erster MCU-Release 2020

Was er allerdings schafft, ist Bock auf die Serie zu machen. Sie scheint clever, abgedreht und mysteriös zu sein und ist vor allem weniger auf Bombast getrimmt als die meisten anderen Releases des zusammenhängenden Marvel Cinematic Universe (MCU).

«WandaVision» läuft laut Disney im Dezember auf der Streamingplattform Disney+ an und wird wahrscheinlich die einzige MCU-Veröffentlichung 2020 bleiben. Der Start der Serie «Falcon and the Winter Soldier» wurde bereits auf 2021 geschoben, weil die Dreharbeiten wegen der Pandemie unterbrochen werden mussten.

Und das Actionspektakel «Black Widow» wurde wegen Corona (und weil dadurch speziell in den USA richtig viele Kinosäle nach wie vor geschlossen bleiben) von Mai auf November verschoben, und Insider gehen davon aus, dass auch dieses Datum nochmals nach hinten angepasst wird.

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Black Widow in theaters November 6

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Mit der Serie um Wanda und Vision treten die Marvel Studios zudem die vierte Phase des MCU an, das mit dem emotionalen Finale von «Endgame» – Iron Man ist tot (yeah, sorry, Spoiler, aber du hattest jetzt knapp eineinhalb Jahre Zeit, den Film zu schauen, okay?) und Captain America im Ruhestand – eine Zäsur erfahren hat. Und sich dadurch nun in wunderbar weirde Richtungen bewegen kann, wie der «WandaVision»-Trailer zeigt.

(L'essentiel/Schimun Krausz)

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