Britischer Filmpreis

19. Februar 2018 07:18; Akt: 19.02.2018 07:33 Print

Herzogin Kate hält sich nicht an den Dresscode

Die 71. Bafta-Verleihung stand im Zeichen der «Time's Up»-Initiative. Viele Schauspielerinnen trugen schwarze Kleider. «Three Billboards Outside Ebbing, Missouri» ist der Gewinner.

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«Three Billboards Outside Ebbing, Missouri» ist mit fünf Auszeichnungen der große Gewinner bei der Verleihung der als Baftas bekannten Britischen Filmpreise. «Der seidene Faden» mit der Luxemburger Schauspielerin Vicky Krieps erhielt einen Bafta für das beste Kostüm.

Das in neun Kategorien nominierte, britisch-amerikanische Drama «Three Billboards» wurde als bester Film ausgezeichnet. Vor den Augen von Prinz William und seiner hochschwangeren Frau Kate erhielt der Streifen in der Londoner Royal Albert Hall insgesamt fünf Trophäen, darunter für das beste Drehbuch, den besten Nebendarsteller (Sam Rockwell) und die beste Hauptdarstellerin (Frances McDormand).

Der britische Schauspieler Gary Oldman erhielt wie erwartet den Bafta als bester Hauptdarsteller für seine Rolle als früherer britischer Premierminister Winston Churchill in dem Drama «Die dunkelste Stunde». Zur besten Nebendarstellerin wurde Allison Janney («I, Tonya») gewählt.

Der zwölffach nominierte Fantasy-Film «The Shape Of Water» bekam drei Preise. Unter anderem wurden Regisseur Guillermo del Toro als bester Regisseur und der französische Komponist Alexandre Desplat für seine Filmmusik ausgezeichnet.

Schweizer Animationsfilm ging leer aus

«I Am Not Your Negro» heimste den Preis für den besten Dokumentarfilm ein. Der Beitrag des Haitianers Raoul Peck über die Rassendiskriminierung in den USA, erzählt aus der Sicht vom afroamerikanischen Schriftsteller James Baldwin (1924-1987). Der Film war im letzten Jahr für einen Oscar nominiert gewesen.

Der Preis für den besten Animationsfilm ging an den Hollywood-Fantasyfilm Coco von Pixar, der sich rund um den mexikanischen Feiertag «Tag der Toten» dreht.

Protest in Schwarz

Die 71. Bafta-Verleihung stand im Zeichen der «Time's Up»-Initiative. Die meisten Schauspielerinnen, darunter Angelina Jolie und Jennifer Lawrence, erschienen in schwarzer Kleidung – als Protest gegen sexuelle Übergriffe und ungleiche Bezahlung in der Filmindustrie. Männer trugen dazu passend «Time's Up»-Anstecker. Die schwangere Herzogin Kate kam in einem dunkelgrünen Kleid zur Preisverleihung.

Kristin Scott Thomas, die für ihre Nebenrolle in dem Film «Darkest Hour» für einen Bafta-Preis nominiert war, sagte, es sei gut, dass über Fehlverhalten im Filmgeschäft gesprochen werde. Jetzt müssten aber auch Taten folgen.

Preisträgerin Frances McDormand kam nicht in Schwarz, sondern in Rot, begründete das aber, als sie den Preis für ihre Rolle als trauernde, zu allem entschlossene Mutter einer ermordeten jungen Frau in «Three Billboards Outside Ebbing, Missouri» entgegennahm. «Ich habe ein kleines Problem damit, Regeln zu befolgen. Aber ich möchte, dass ihr wisst, dass ich heute Abend in voller Solidarität zu meinen Schwestern in Schwarz stehe», sagte sie.

Neben Preisträgerin McDormand trug unter anderem auch Herzogin Kate nicht Schwarz. Sie vermeidet es als Mitglied der britischen Königsfamilie, politisch Stellung zu beziehen. Die schwangere Frau von Prinz William kam in einem dunkelgrünen Kleid von Jenny Packham mit einem schwarzen Gürtel. Auf Twitter wird sie dafür kritisiert.

(L'essentiel/chk/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • nervt so langsam am 19.02.2018 08:43 Report Diesen Beitrag melden

    Protest gegen sexuelle Übergriffe UND ungleiche Bezahlung. So langsam schält sich heraus dass es nur darum ging weil verschiedene Damen der Meinung sind dass sie nicht genug für ihren Einsatz bekamen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • nervt so langsam am 19.02.2018 08:43 Report Diesen Beitrag melden

    Protest gegen sexuelle Übergriffe UND ungleiche Bezahlung. So langsam schält sich heraus dass es nur darum ging weil verschiedene Damen der Meinung sind dass sie nicht genug für ihren Einsatz bekamen.