So gefährlich ist «Mission: Impossible»

03. August 2018 07:38; Akt: 03.08.2018 07:40 Print

«Es gab Momente, da dachten wir, Tom sei tot»

«Mission: Impossible – Fallout» setzt in Sachen Stunts neue Maßstäbe. Im Interview erklären die Stars der neusten Auflage, warum der Film trotzdem mehr als Action ist.

Nach der Premiere in Paris erklärte uns der Cast, warum «Mission: Impossible» seit 22 Jahren ein Hit ist – und wie Mastermind Tom Cruise tickt. (Interviews und Video: Melanie Biedermann/Tamedia)

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1996 lockte Tom Cruise (56) mit der Geschichte des furchtlosen Special Agent Ethan Hunt erstmals ein Maßenpublikum ins Kino. Inzwischen gilt die Adaption der gleichnamigen US-Serie aus den 60ern als Cruises Paraderolle.

Mit wechselnden Regisseuren, hochkarätigem Gast-Cast und dem charmanten Kernteam aus Cruise, Ving Rhames und Simon Pegg (seit «Mission: Impossible III») wuchs der Film zu einem dieser raren Franchises, die auch 22 Jahre später noch neue Fans dazu gewinnen.

In Paris haben wir mit Regisseur Christopher McQuarrie (50), Simon Pegg (48), Rebecca Ferguson (34) und den Neuzugängen Henry Cavill (35), Angela Bassett (59) und Vanessa Kirby (30) über Hunts Zauber und Schockmomente am Set gesprochen.

Selbst der Cast wusste nicht immer, was am Set passieren wird.

«Ich musste die gesamte Zeit über superfit sein, weil ich nie genau wusste, wann welche Art Stunt auf mich zukommt», erinnert sich Vanessa Kirby. «Die Figuren entwickelten wir zu einem Großteil während dem Dreh», erklärt Regisseur Christopher McQuarrie. Für «The Crown»-Star Kirby war das Cruise'sche Trainingsregime Neuland.

Superman strebt auch als Special Agent nach Übermenschlichem.

Für DC-Held Henry Cavill waren die authentischen Stunts und Locations der größte Anreiz, die Rolle des Agent Walker zu übernehmen. «Ich glaube, die Zuschauer spüren den Unterschied.» Dass bei Mission Impossible alles echt ist, mache manchmal Angst, «aber es geht ja genau darum, diese Angst zu überwinden und sich nicht von ihr bestimmen zu lassen.»

Die Frauenquote ist höher – warum auch nicht?

Die Entscheidung für mehr Geschlechter-Gleichgewicht sei teils bewusst gefallen, teils recht natürlich passiert, meint McQuarrie. «Ich wusste, ich kann den CIA-Chef ersetzen, warum also nicht mit einer Frau?» Für die Frauen am Set war der Ausgleich gewichtiger. «Ich fühlte mich als Teil der Bewegung», schwärmt Rebecca Ferguson (34), die bei ihrem zweiten Einsatz als Ilsa Faust gern Leinwandzeit an Kolleginnen abtrat.

Fürs Kino-Erlebnis setzt Cruise sein Leben aufs Spiel.

«Ich habe nur ein paar Locations gesehen und schüttelte den Kopf», erinnert sich Angela Bassett, die in ihrer Rolle als CIA-Chefin Erica Sloan von der großen Action verschont blieb. «Tom riskiert sein Leben, um dem Publikum ein authentisches Erlebnis zu bieten», bestätigt Simon Pegg. Regisseur Christopher McQuarrie sagt: «Es gab Momente, da dachte die Crew, Tom seit tot.»

Disziplin macht Unglaubliches möglich.

«Die Leute fragen sich, warum Tom das tut», meint Ferguson. «Die Antwort ist: Weil er es kann.» Die Schauspielerin hat beim Dreh von «Rogue Nation» ihre Höhenangst überwunden, sie sei aber kein «Übermensch wie Tom». Ferguson ist trotzdem überzeugt, dass man sich mit Fokus und Disziplin unvorstellbare Kräfte antrainieren kann.

Cruise mag ein bisschen wahnsinnig sein – ein Roboter ist er nicht.

Action-Filme wie «The Terminator» schürten in den 80ern ein Männlichkeitskonzept, das weder Angst noch Gefühle zuließ. «Absurd», meint Pegg. «Ethan fragt sich, ob sein Superheldenstreben nicht manchmal mehr Schaden anrichtet als Gutes tut.» Der innere Kampf gibt dem männlichen Action-Helden mehr Raum zum Menschsein.

«Mission: Impossible – Fallout» läuft aktuell in den Schweizer Kinos.

(Der Trailer zur neuen Mission. Video: Walt Disney Studios Schweiz)

(L'essentiel)

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