Nach Rauswurf

31. Juli 2018 17:11; Akt: 31.07.2018 17:11 Print

«Guardians of the Galaxy»-​​Cast will Regisseur zurück

Vor knapp 2 Wochen feuerte Disney James Gunn und schockte eine weltweite Fangemeinde. Nun beziehen die Schauspieler der «Guardians» klar Stellung - für den Filmemacher!

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Stars wie Chriss Pratt, Bradley Cooper, Zoe Saldana und Vin Diesel stehen hinter ihm: «Guardians of the Galaxy»-Mastermind James Gunn. (Bild: DPA/Jordan Strauss)

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Regisseur und Nerd-Liebling James Gunn wurde vor knapp zwei Wochen von Disney gefeuert und kann damit nicht mehr seinen dritten Teil der beliebten «Guardians of the Galaxy» drehen. Der heftig diskutierten Entscheidung vorangegangen waren Diskussionen um Twitter-Postings, die Gunn zwischen 2008 und 2011 gemacht hatte. Darin hatte er sich über Themen wie Vergewaltigung und Pädophilie lustig gemacht.

Disney machte kurzen Prozess und setzte das Mastermind hinter den erfolgreichen Comic-Verfilmungen vor die Tür. Von Seiten der nicht gerade kleinen Fan-Gemeinde brachen Protest-Stürme aus, die aber bisher nichts an der Grundhaltung des Konzerns ändern konnten. Dort bleibt man dabei, das derartige Äußerungen nicht mit den Werten des Studios vereinbar sind, so berichtet independent.co.uk. Entschuldigt hatte sich Gunn bereits und das zum ersten Mal vor sechs Jahren.

«Erlösung war nie relevanter als jetzt gerade»

Der gesamte Cast der Filme stellte sich am heutigen Dienstag mit einem offenen Brief gegen die Entscheidung des Studios. Die Schauspieler wollten sich zunächst Zeit nehmen, um nachzudenken, zu beten, zuzuhören und zu diskutieren. Nun mussten sie das Wort ergreifen, auch aufgrund potentieller Verschwörungstheoretiker, welche die Gelegenheit nutzten, Gunn als etwas darzustellen, das er nicht ist. Es ginge nicht darum, seine Witze von damals gut zu heißen, sondern viel mehr die Erfahrung zu teilen, wie es war, mit ihm zu arbeiten und welcher Mensch er jetzt ist. Mit seiner Geschichte über Außenseiter, die Erlösung finden, hat er nicht nur das Leben der Schauspieler verändert, so der Brief. Weiter heißt es, dass sie glauben, dass das Thema der Erlösung nie relevanter war als jetzt gerade.

Ob der offene Brief der Stars den Milliarden-schweren Disney-Konzern erweichen kann, steht zu diesem Zeitpunkt noch in den Sternen. Regisseur James Gunn hat sich zu der gesamten Debatte bisher noch nicht geäußert.

(dm/L'essentiel)

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