Horror-Hit im Test

25. Juli 2018 09:28; Akt: 25.07.2018 09:32 Print

Das passiert, wenn du dir «Hereditary» ansiehst

Kritiker sprechen vom besten Horror-Film seit «The Exorcist». Wir haben den Film gesehen und erklären, wie er wirkt.

Ein Horror-Meisterwerk? Wer «Hereditary» im Kino sieht, wird nach zwei Stunden im Strudel zumindest mit rauchendem Kopf aus dem Kinosaal laufen. (Trailer: Ascot Elite)

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Die Welt ist im Horror-Fieber, und das schon eine ganze Weile. Filme wie «Get Out» und «It» füllten die US-Kinokassen 2017 wie nie zuvor. Ersterer gewann im März einen Oscar für das beste Originaldrehbuch.

Mit «Hereditary» bricht jetzt ein nächster Genrestreifen Rekorde. In den USA spielte der Film am Startwochenende 13 Millionen Dollar ein und übertrifft damit den bisher erfolgreichsten Release seines Studios A24 bei weitem («The Witch» brachte es 2016 auf 8,8 Millionen). Kritiker sprechen vom gruseligsten Horror seit «The Exorcist». Aber hält der Film, was er verspricht?

Das kannst du vom neuen Horror-Hit erwarten:

1. Tragödien aus dem Leben

Eltern-Kind-Konflikte, Alltags- und Paarprobleme, eigene innere und genauso äußere Kämpfe mit der Realität – «Hereditary» deckt ab, womit jeder Mensch sich täglich auseinandersetzt, und zieht uns damit in die Story. Im Film erreicht das Sphären, die die allermeisten von uns sich gottlob nicht einmal ansatzweise vorstellen können – nach dem Film aber wohl werden.

2. Einen kritischen Blick auf unsere Gesellschaft

Wir leben in politisch aufwühlenden Zeiten. Kino, das heute die Maßen erreichen will, kann das nicht ignorieren. Bei «Hereditary» beginnt die Kritik tröpfelnd und endet in einem Donnerwetter, das Parallelen zu Horror-Herrschaften und dem Bedürfnis nach vertrauensvoller Führung und Gemeinschaft zieht. Wer Kritik sehen will, wird sie nach dem Film weiterdenken. Wer nicht, dem wird der Kopf trotzdem rauchen.

3. Story-Twists, die die Spannung hochhalten

Immer wenn du glaubst, zu verstehen, was passiert, passiert etwas anderes, und die Suche nach einer neuen Fährte beginnt. Alles, was sich am Ende noch dreht, sind die eigenen, schwindligen Gedanken.

4. Beklemmend irrer Horror

Zu den Highlights des Films gehört der Horror, der sich stetig steigert. Meist schlägt er visuell und unverschnörkelt explizit ein, dann so trocken, dass man lachen möchte – würde die Beklemmung den Spaß-Moment nicht im Keim ersticken. Creepy!

(L'essentiel/mel)

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