«The Equalizer 2»

16. August 2018 10:32; Akt: 16.08.2018 10:33 Print

Denzel wurde bei unserem Interview ganz emotional

Der Oscar-Gewinner verrät im Interview, warum er zum ersten Mal ein Sequel gedreht hat. Und liefert vier Gründe, die «Equalizer»-Fortsetzung zu sehen.

Der Hollywoodstar plauderte in Berlin ausgelassen über seinen neuen Film, falsche Fährten und Vatergefühle. (Interview und Video: Melanie Biedermann)

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Während gut 40 Jahren im Business drehte Denzel Washington nicht eine einzige Fortsetzung. «The Equalizer 2», der Film, mit dem Washington jetzt als Gerechtigkeits-Killer Robert McCall ins Kino zurückkehrt, stand in den USA bereits nach dem Startwochenende an der Spitze der Box-Office-Charts.

Ob der Erfolg des Films der Qualität des Oscar-Gewinners oder doch dem Fortsetzungs-Hype des diesjährigen Sommers zu danken ist? Vermutlich ein bisschen von beidem.

Sequel hin oder her, beim Treffen in Berlin lieferte uns der Titelheld gute Gründe, ins Kino zu gehen.

1. Das Drehbuch schafft ein neues Genre:

«Da war diese Vater-Sohn-Beziehung, die Freundschaft, Beziehungsebenen, die viel tiefer gehen als bei gewöhnlichen Actionfilmen», meint Washington. So tief, dass er manchmal mit Tränen kämpfe. «Eher selten im Action-Kino.» Washington war überzeugt, wir sind es ebenfalls. Und ein neues Film-Genre ist geboren: «Es ist Draction, Drama und Action. Oder Traction, Tragedy und Action.»

2. Der Gerechtigkeitssinn seiner Filmfigur beflügelt:

«Ich schätze Robert McCalls Streben, anderen zu helfen.» Diese Ideologie habe der Hollywoodstar mit seiner Filmfigur gemein – die drastische Umsetzung nicht. «Aber darum geht es doch im Kino. Dass wir abschalten und mit Figuren fiebern, die Dinge tun, die wir selber nicht tun würden.» Die Frage, wie weit wir den Kampf für Gerechtigkeit außerhalb des Kinos austragen wollen oder sollten, ist Stoff für hitzige Küchentisch- bis TV-Debatten – vielleicht sogar für Geschichtsbücher.

3. Der Oscar-Gewinner zieht neue Talente heran:

Washingtons ältester Sohn John David holte sich nach dem Kritikererfolg seines ersten großen Films «BlacKkKlansman» Rat beim berühmten Dad. «Bei Ashton Sanders (Miles in «The Equalizer 2») war es ähnlich; er war neugierig, stellte mir Fragen, er wurde ein bisschen zu meinem dritten Sohn.» Und Washingtons Coaching fruchtet: «Moonlight»-Star Sanders (22) bestätigt in «The Equalizer 2» sein Potenzial.

4. Auch Hollywoods Helden haben Gugus im Kopf:

Nach dem legeren Handschlag, einem Monolog über Washingtons selbst erfundenes Genre-Wort für Action-Tragödien (eben: Traction), einigem Gegigel und einem Blick in die glasigen Augen ahnt man: Der 63-jährige Hollywood-Star dürfte eine lange Nacht hinter sich haben. Seine entspannte Laune lässt vermuten, dass sie gut war – und die Stimmung schwappt über: Denn ein sympathischer Hollywood-Star ist einer, für den man auch mal unabhängig vom Plot ins Kino geht.

«The Equalizer 2» läuft ab 16. August in den Luxemburger Kinos.

Der Trailer zum Sequel. (Video: Sony Pictures)

(L'essentiel/mel)

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