Arm-Amputation

17. Oktober 2019 14:10; Akt: 17.10.2019 14:10 Print

Filmstudio nach Stunt-​​Unfall: «Selber schuld!»

Stunt-Profi Olivia Jackson crashte beim Dreh von «Resident Evil: the Finale Chapter», lag im Koma, verlor ihren Arm, klagte. Die Antwort: «Selber Schuld».

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Die Britin Olivia Jackson sprang ein, wenn's bei Dreharbeiten haarig wird. Sie vertrat schon Charlize Theron, machte Stunts für Star Wars und übernahm die gefährlichen Parts für Milla Jovovic in «Resident Evil: The Finale Chapter».

Beim Dreh 2015 in Südafrika krachte sie mit ihrem Motorrad gegen einen Kameraarm, der sich eigentlich hätte heben sollen. Er schlitzte ihren Arm auf, zertrümmerte Knochen. Zwei Wochen lag die damals 32-Jährige im künstlichen Tiefschlaf. Nachher erfuhr sie, dass sie ihren Arm verliert. Jackson klagte Regisseur Paul W. S. Anderson, die Produktionsfirma und andere Beteiligte und will Geld sehen. Die Filmfirma jedoch meint kaltschnäuzig, dass sie selbst schuld sei.

TMZ hatte nun Einblick in die Anklagesschrift. Impact Pictures, die Produktionsfirma, wirft Jackson vor, dass sie den Stunt anders gemacht habe, als er geprobt war. Außerdem hätte sie jederzeit sagen können, wenn sie etwas gestört habe. Die Firma beruft sich auch auf einen Bericht einer Versicherungsgesellschaft, die angibt, dass die Stuntfrau schneller unterwegs war, als vereinbart. Sie hätte die Kollision verhindern können, wenn sie nur «weniger Gas gegeben oder die exzellenten Bremsen betätigt» hätte.

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I want to say a huge thank you to everyone for their amazing support. It means the world to me! Now’s the time we need to stand together to fight against film productions that run haphazardly organised sets, aren’t fully insured & leave their injured (or killed) crew members abandoned while they look the other way. I’m joining the @crewmatter movement to shine a light on these situations so that it never happens to anyone else again. Whether you’re a film crew member, family of crew or simply love watching films you can join in to show your support by taking a similar picture of yourself & posting it on your social media channels! #crewmatter #peoplebeforeprofits

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Olivia Jackson wirft der Firma vor, der Versicherungsschutz hätte ihre Verletzungen nicht gedeckt, der Stunt sei nachlässig geplant gewesen und in letzter Sekunde geändert worden. Dadurch sei er unsicher gewesen.

Impact Pictures wirf Jackson vor, nur Publicity für ihre neue Biografie zu wollen. Wenn sie klagen wolle, solle sie das in Südafrika machen. Dort sind aber schon drei Klagen am laufen.

Nach dem Unfall ging Jackson durch die Medien, weil sie sich nicht unterkriegen ließ. Nachdem sie aus dem Koma erwacht war, postete über ihre Verletzungen:

«Die Narben in meinem Gesicht sind furchtbar und ich wünschte, ich hätte mein altes Gesicht zurück. Aber ich bin wirklich dankbar, dass ich überhaupt noch lebe.» Olivia gibt sich kämpferisch: «Zwei Wochen im Koma, Hirnblutungen, eine Gehirnschwellung, ein Arterienriss im Genick, Brüche im Gesicht, mehrere gebrochene Rippen, ein gelähmter Arm, ein zertrümmertes Schulterblatt, ein gebrochenes Schlüsselbein, ein gebrochener Oberarm, offener Bruch der Elle und Speiche, 7,5 entfernte Knochen, amputierter Daumen, gerissene Finger und fünf Nervenverletzungen am Rückgrad ... nicht mein lustigster Tag am Set.»

Als erstes war ihr Mann David Grant, ebenfalls ein Stuntman, bei ihr. Später postete er eine rührende Mitteilung, dass seine Frau seine große Inspiration sei. Milla Jovovich war nach dem Unfall schockiert. Sie bete jeden Tag für Olivia und ihre Familie, so der Star.

(L'essentiel)

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