Der Fall James Gunn

06. August 2018 13:36; Akt: 06.08.2018 13:48 Print

«Guardians»-​​Star feuert hart gegen Disney

Vor einigen Wochen wurde Regisseur James Gunn gefeuert, weil er am Anfang seiner Karriere einige bedenkliche Tweets gepostet hat. Nun äußern sich immer mehr Schauspieler.

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Der Rauswurf von Regisseur James Gunn von seinem Marvel-Hit «Guardians of the Galaxy» hält zur Zeit ganz Hollywood in Atem. (Bild: DPA/Jordan Strauss)

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Hollywood kommt nicht zur Ruhe nach dem umstrittenen Rauswurf von «Guardians of the Galaxy»-Mastermind James Gunn durch den Disney-Konzern. Anlass waren zehn Jahre alte Tweets, in denen er Witze über Pädophilie und Vergewaltigungen machte. Nun hat sich mit Dave Bautista ein weiterer Darsteller aus dem Ensemble überdeutlich via Twitter zu Wort gemeldet.

Auf die Frage eines Fans, ob er auch ohne James Gunn beim dritten Teil der erfolgreichen Comic-Verfilmung dabei ist, antwortete er, dass er tun werde, wozu er vertraglich verpflichtet sei. Allerdings sei «Guardians» ohne James Gunn nicht das, wofür er unterschrieben habe. Wenig später holt er dann noch zur Attacke gegen den Disney-Konzern aus, indem er es als «ziemlich ekelhaft» bezeichnet, «für jemanden zu arbeiten, der eine Rufmordkampagne von Faschisten unterstützt». Ein Polit-Blogger aus dem rechten Lager hatte die Tweets von James Gunn ausgegraben und ihn öffentlich bloßgestellt, obwohl er sich bereits vor Jahren für die Aussagen entschuldigt hatte. Trotz erneuter Reue feuerte Disney den Regisseur und löste damit einen regelrechten Shitstorm in der Fangemeinde aus.

Auch Hollywood-Star Kurt Russell kritisierte die Entscheidung in einem Interview mit Variety, in welchem er es als traurig bezeichnete und zu Bedenken gab, dass Hollywood vielleicht etwas zu sensibel geworden ist.

(dm/L'essentiel/dpa)

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