Neu im Kino

01. Oktober 2020 08:13; Akt: 01.10.2020 08:21 Print

Ist dieser Thriller der heißeste Oscar-​​Kandidat?

Aaron Sorkin erzählt die Geschichte der Chicago Seven, außerdem will eine Mutter ihr Leben beenden und ein letztes Mal mit der Familie feiern – und weitere Filme, die neu im Kino laufen.

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«The Trial of the Chicago 7»

«Die ganze Welt schaut zu»-Parolen schallen durch die Straßen, Hunderte von Demonstrierenden bahnen sich ihren Weg durch die Stadt. Die Szene aus Aaron Sorkins «The Trial of the Chicago 7» wirkt aktuell, liegt jedoch über fünfzig Jahre zurück.

Wir schreiben Ende August 1968, bei den Protesten in Chicago gegen den Vietnamkrieg kommt es zu gewalttätigen Ausschreitungen zwischen der Polizei und den Aktivistinnen und Aktivisten.

Der Prozess ging in die Geschichte ein

Selbst der US-Präsident sieht die Verantwortung bei der Polizei, nichtsdestotrotz werden sieben Demonstranten verhaftet. Es folgte ein Gerichtsprozess, bei dem sich die sieben Aktivisten dem Vorwurf der Verschwörung und Volksverhetzung stellen mussten.

Für die Verfilmung dieses Prozesses, der in die US-Geschichte einging, konnte Sorkin einen hochkarätigen Cast gewinnen: Die Aktivisten werden unter anderem von Sacha Baron Cohen als Abbie Hoffman und Eddie Redmayne als Tom Hayden verkörpert.

Dreizehn Jahre Verspätung

Ursprünglich plante Steven Spielberg 2007, die Geschichte zu verfilmen. Das verlief jedoch im Sand, bis Aaron Sorkin sich der Story annahm. In der aktuellen Lage ist der Film noch relevanter – laut US-Medien wie «Variety» dürfte der Streifen in mehreren Kategorien beste Chancen auf einen Oscar haben.

«Ich wollte nicht, dass es eine Geschichtsstunde wird, sondern dass es um heute geht, aber ich hätte nie gedacht, dass die Gegenwart so sehr wie 1968 werden würde», erklärt Sorkin gegenüber «The Hollywood Reporter».

«The Trial of the Chicago 7» gibt es ab dem 1. Oktober im Kino zu sehen, ab dem 16. Oktober ist der Film auf Netflix verfügbar.

«Blackbird»

«Seid ihr schon wach? Ich bin bald tot, kommt ihr runter?», ruft Lily (Susan Sarandon) ihren Töchtern an einem Sonntagmorgen vor dem Frühstück zu – und meint es ernst.

Die Mitte 60-Jährige leidet an der Nervenkrankheit ALS und will ihrem Leben mithilfe ihres Mannes, dem Arzt Paul (Sam Neill), ein Ende setzen. Sie wird sich am Sonntagabend ein tödliches Mittel spritzen. Am Wochenende ihres Sterbetags hat Lily ihre engsten Vertrauen ein letztes Mal zusammengetrommelt.

Schwestern streiten sich

Die Töchter Jennifer (Kate Winslet) und Anna (Mia Wasikowska) sowie Lilys beste Freundin Liz (Lindsay Duncan) finden sich mit ihren Partnern und einem Enkel für ein Wochenende im Landhaus der Eltern am Meer ein.

Die Schwestern gehen unterschiedlich mit dem bevorstehenden Tod ihrer Mutter um, bald fliegen auch die Fetzen, während Lilys letzte Wünsche – wie gemeinsam zu kiffen oder ein letztes Weihnachten mitten im Herbst zu feiern – erfüllt werden.

«Persian Lessons»

Eine Lüge rettet Gilles (Nahuel Perez Biscayart) das Leben: Als er 1942 von der SS verhaftet wird, gibt er vor, kein jüdischer Belgier, sondern Perser zu sein. Statt ins Konzentrations- wird er in ein Durchgangslager gebracht.

Dort träumt Nazi-Offizier Koch (Lars Eidinger) davon, im Iran ein Restaurant zu eröffnen. Dazu soll Gilles ihn in Farsi unterrichten – einer Sprache, die er nicht beherrscht.

(L'essentiel/Alisa Fäh)

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