Kino

10. März 2019 20:02; Akt: 10.03.2019 20:06 Print

Jetzt hat auch Marvel seine Wonder Woman

«Captain Marvel» bringt Frauenpower ins Marvel-Universum. Zudem startet «The Old Man and the Gun» mit Robert Redford.

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«Captain Marvel» führt zurück in die 1990-er Jahre, als Nick Fury (Samuel L. Jackson) noch keinen Schimmer von den «Avengers» hatte, Netflix noch Blockbuster Video hieß und das Hochladen einer CD-ROM eine gefühlte Ewigkeit dauerte. Auf diesem Planeten C-54 – auch bekannt als Erde – kämpfen zwei Alien-Rassen nach einer bedeutenden Energiequelle. Zwischen die Fronten gerät die US-Kampfpilotin Carol Danvers (Brie Larson), die dank einstigem Superpower-Kontakt zur Superheldin wurde, dies aber längst vergessen hat.

Furchtlose Superheldin wie gehabt

Im Gegensatz zur unschuldigen Wonder Woman aus dem Hause DC ist Captain Marvel eine draufgängerische «Top Gun»-Pilotin, die sich nicht so schnell einschüchtern lässt. Und genau hierin liegt auch ihre größte dramaturgische Schwäche. So gerät Captain Marvel während zweier Stunden nie wirklich in eine bedrohliche Situation, in der man um die Superheldin fürchten muss: Yon-Rogg (Jude Law) hin, Talos (Ben Mendelsohn) und Supreme Intelligence (Annette Bening) her. Sowieso interessiert die meisten Marvel-Fans nurmehr, wie es mit den «Avengers» seit deren Auflösung im «Infinity War»-Finale weitergeht. So gesehen lohnt es sich ganz besonders beim «Captain Marvel»-Abspann bis zuletzt sitzenzubleiben ... und der stärksten Nebenfigur zu frönen.

Das 21. Marvel-Opus ist Stan Lee gewidmet und im Mittelteil überraschend still inszeniert. Es erfüllt zwar das Frauenpower-Ziel, aber letztlich hat man das Gefühl, alles in früheren Action-Comics schon besser gesehen zu haben – Nineties-Nostalgia macht schließlich noch keinen guten Kinofilm. Unterhaltsam ist's aber alleweil.

«The Old Man and the Gun»: Robert Redford zum Letzten?

Es ist eine wahre Freude, Robert Redford in seiner möglicherweise letzten Filmrolle als Gentleman-Bankräuber Forrest Tucker zu erleben, der sich in Sissy Spacek verliebt und von Casey Affleck gejagt wird. Wer auf Old-School-Charme steht, der kriegt hier die volle Ladung. Nostalgie-Kino pur, aber wunderbar gespielt und inszeniert.

(L'essentiel)

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