Neues Spin-off

18. Mai 2018 09:15; Akt: 18.05.2018 09:20 Print

Mit «Solo» macht «Star Wars» wieder Spaß

So leichtherzig war «Star Wars» seit 40 Jahren nicht mehr: Im neuen Spin-off lastet ausnahmsweise nicht das Wohl der Galaxis auf den Schultern des Protagonisten. Das tut gut.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema

Disney hat «Star Wars» erfolgreich in die Gegenwart geholt: Sowohl die Episoden «VII» und «VIII» als auch das Spin-off «Rogue One» sind gelungene Weltraumepen. Bei all der Dramatik und dem Pathos ums Schicksal der weit, weit entfernten Galaxis bleiben der Humor und die Leichtherzigkeit der Original-Filme von vor 40 Jahren aber auf der Strecke.

In seinem neuen Solo-(ha!)-Film füllt Space-Cowboy Han Solo (zum ersten Mal in der Rolle: Alden Ehrenreich) diese Lücke und erlebt ein Abenteuer, das ungewohnt unbekümmert, aber trotzdem mit Tiefe daherkommt. Hier sind fünf Gründe, warum das so ist.

Cast und Crew sprechen über «Solo: A Star Wars Story». (Video: Lucasfilm/Walt Disney)

1. Die Galaxis steht nicht auf dem Spiel

Die «Star Wars»-Hauptepisoden drehen sich stets um das Duell Gut gegen Böse. Jede wichtige Figur trägt eine immense Bürde – auch im «Episode IV»-Prequel «Rogue One». «Solo: A Star Wars Story» handelt vom titelgebenden Han Solo, der eigentlich nur genug Kohle mit krummen Jobs scheffeln will, um auf seinen Heimatplaneten und zu seiner Liebsten zurückkehren zu können.

2. Der Protagonist hat keine Verantwortung

Durch Han fließt weder die berühmte «Star Wars»-Macht, noch fasst er eine Mammutaufgabe, wie die Pläne des imperialen Todessterns zu stibitzen. Stattdessen schlägt er sich mit – durchaus riskanten – Gaunereien durch, und es wirkt somit nicht fehl am Platz, wenn er dabei lockere Sprüche vom Stapel oder seinen Ganovencharme spielen lässt.

3. Der Antagonist ist weder Sith noch Imperialist

Einen erheblichen Teil von «Solo» verbringen Han und seine Truppe damit, ihre Schuld bei Dryden Vos (Paul Bettany), dem Ober-Schlitzohr eines Verbrechersyndikats, zu begleichen. Dessen Ambitionen umfassen nicht, wie vom Space-Opera-Franchise gewohnt, die Herrschaft über die Galaxis, sondern beschränken sich auf den schnöden Mammon, was durchaus erfrischend ist. Und: Bettany spielt den Bösewicht so erfrischend charmant, dass du ihm sogar während einiger Augenblicke die Daumen drücken wirst.

Die Szene im Film, in der Chewbacca (Joonas Suotamo) Hans Co-Pilot wird. (Video: Lucasfilm/Walt Disney)

4. Der Twist bläst dir das Hirn weg

Gegen Ende kommt der 135-Minuten-Streifen mit einer Enthüllung um die Ecke, die so unerwartet wie abgefahren ist – während der Tod von Han und Luke Skywalker (Mark Hamill) in «Episode VII» beziehungsweise «VIII» vor allem tragisch war. Der «Solo»-Twist mag nicht den die Galaxis erschütternden Gehalt des «Luke, ich bin dein Vater»-Moments haben, aber du wirst (vorausgesetzt, du verschlingst nicht sowieso jedes «Star Wars»-Häppchen im Netz) noch im Kinosaal dein Handy zücken und «Warum...?!» googeln, versprochen.

5. Eine Fortsetzung steht in den Sternen

Bei den Haupt-Trilogien stand von Anfang an fest, wie viele Filme darin enthalten sein werden und dass nach dem Tod von allen Hauptfiguren kein «Rogue One»-Sequel ansteht, ist durchaus klar. Ob die losen Enden vom «Solo»-Storyfaden weitergesponnen werden, ist hingegen nicht sicher – das macht das Abenteuer aufregender.

Einerseits könnte das Spin-off praktisch problemlos eine einmalige Sache bleiben, andererseits bietet sich speziell der oben erwähnte Plot-Twist für eine Fortsetzung an. Außerdem wirst du vom supersmoothen jungen Lando Calrissian (Donald Glover) noch lange nicht genug haben – ein Standalone-Film mit ihm sei sogar schon angedacht.

«Solo: A Star Wars Story» läuft am 24. Mai in den Luxemburger Kinos an.

Der Trailer zum Film. (Video: Lucasfilm/Walt Disney)

(L'essentiel/shy)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.