Rückblick

29. Dezember 2015 10:42; Akt: 29.12.2015 10:48 Print

Die fünf Alben des Jahres

Von Adele bis Kendrick Lamark: Hier sind fünf Alben aus dem Jahr 2015, die auch darüber hinaus ihren Platz auf unseren Playlists halten werden.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema

Blur kamen zurück, Drake machte den Dad-Dance zum Phänomen und bei One Direction hängt der Haussegen schief. 2015 war eine musikalische Achterbahnfahrt.

Bei all den Memes, Tweets und Shitstorms ging es aber zu selten um die eigentliche Musik. Wir präsentieren deshalb die Alben, an die wir uns auch in einigen Jahren noch erinnern werden.

Adele – «25»

Warum Adele in jeden musikalischen Jahresrückblick gehört, muss nicht weiter erklärt werden. Nach fast fünfjähriger Abstinenz kehrte sie mit einem Paukenschlag zurück, säuselte kurz «Hello» und pulverisierte kurzerhand so ziemlich jeden Rekord, der im Musikbusiness bisher aufgestellt wurde. «25» steht seinen Vorgängern in nichts nach, in elf Stücken singt die Britin von den ganz großen Gefühlen. Adele ist momentan die wichtigste Solokünstlerin unserer Zeit und das gänzlich ohne Pomp und Trara, sondern einfach nur mit ihrer Stimme, dezenten Arrangements und brillantem Songwriting.

Justin Bieber – «Purpose»

2015 wird als das Jahr in die Geschichte eingehen, in dem die Öffentlichkeit zuließ, dass Justin Bieber als cool gilt. Nachdem der ehemalige Teeniestar jahrelang verrissen worden ist, nehmen ihn dank Songs wie «What Do You Mean» plötzlich auch Kritiker ernst. Sein Album «Purpose» ist allein deshalb ein Coup, in Zusammenarbeit mit Produzenten wie Skrillex und Diplo entfernt er sich vom kitschigen Kaugummi-Pop hin zu erwachseneren Dance-Balladen.

Kendrick Lamar – «To Pimp A Butterfly»

Die Vorab-Singles «i» und «The Blacker the Berry» zeigten bereits die sozialkritische Stossrichtung von Kendrick Lamars drittem Album. Neben den scharfsinnigen Lyrics fallen vor allem die unkonventionellen Beats auf: Ohne mit der Wimper zu zucken kombiniert Lamar 70s-Funk mit Old-School-Hip-Hop. Und dazwischen ehrt er seine große Liebe: den Jazz. «To Pimp A Butterfly» hat den Hip-Hop im Mainstream wieder spannend gemacht.

Miley Cyrus – «Miley Cyrus & Her Dead Petz»

Seit 2013 feiert Miley Cyrus eine psychedelische Orgie. Kaum jemand beherrscht das Spiel mit nackter Haut, viel Glitzer und verblümten Drogenreferenzen momentan so gut wie sie. Auf dem Höhepunkt ihres Schaffens nahm sie 2015 aber eine unerwartete Abzweigung: Ohne das Einverständnis ihres Labels stellte sie ein Album mit ganzen 23 Songs gratis ins Internet. Nicht nur die Vermarktung war experimentell: Auf «Miley Cyrus & Her Dead Petz» blickt die 23-Jährige gemeinsam mit The Flaming Lips weit über den Pop-Tellerrand hinaus. Respekt für so viel Mut!

El Vy – «Return To The Moon»

Nachdem Matt Berninger mit seiner Stammband The National die größten Bühnen der Welt bespielt hat, konzentrierte er sich 2015 auf sein Nebenprojekt El Vy. Gemeinsam mit Brent Knopf (Menomena, Ramona Falls) schusterte er aus unzähligen Demos das Album «Return To The Moon» zusammen. Im Vergleich zu The National geht der leichtfüssige Sound runter wie Butter. Und der sonst gern schwermütige Matt Berninger zeigt plötzlich Humor. Wenn er etwa in «I'm The Man To Be» auf Rockstar-Klischee macht: «Ich bin glücklich, denn mein Penis hängt im Sonnenlicht» – eine der besten Zeilen des Jahres.

Selbstverständlich ist diese Liste alles andere als vollständig. Welches sind Ihre Lieblingsalben 2015? Diskutieren Sie mit im Kommentarfeld.

(L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 72 Stunden, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.