Einladung angenommen

03. Mai 2018 13:28; Akt: 03.05.2018 13:30 Print

Kollegah und Farid Bang fahren nach Auschwitz

Das Internationale Auschwitz Komitee hat Kollegah und Farid Bang zu einem Besuch der Gedenkstätte des Konzentrationslagers eingeladen. Die Rapper haben angenommen.

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Nach dem Skandal um den Echo, den Kollegah (33) und Farid Bang (31) für ihr Album – auf dem die Textzeile «Mein Körper definierter als von Auschwitz-Insassen» zu hören ist – erhalten haben, hat das Internationale Auschwitz Komitee die Rapper Anfang Woche zu einem Besuch der Gedenkstätte des Konzentrationslagers eingeladen.

Dabei sollen die beiden sich «der Geschichte und Wirklichkeit von Auschwitz stellen», hieß es in der Einladung. Es sei wichtig, «dass jeder Mensch bereit ist zu lernen und auch antisemitische Vorurteile zu überwinden».

Gegenüber Bild.de bestätigte Farid Bang, dass die beiden das KZ besichtigen werden. Der Besuch der Gedenkstätte und des Museums Auschwitz Birkenau sei für den 3. Juni angesetzt. Gegenüber dem Portal sagte Christoph Heubner (68), Vizepräsident des Komitees: «Das ist ein Signal an ihre vielen Fans.»

Skandal führte zu Echo-Aus

Am 12. April fand die 27. Verleihung des deutschen Musikpreises Echo statt. Es sollte die letzte werden. Denn die Verleihung eines Awards für das Album «Jung, brutal, gutaussehend 3» an Kollegah und Farid Bang wurde schnell zum Politikum, weil darauf umstrittene Texte zu hören sind, die von vielen Seiten als gewaltverherrlichend und teilweise antisemitisch bezeichnet wurden.

In der Folge wurde der Echo abgeschafft – wann ein neuer deutscher Musikpreis kommen und wie dieser aussehen wird, ist im Moment noch offen.

Ermittlungen wegen Volksverhetzung

Gegen die beiden Rapper sind zudem zwei Strafanzeigen eingegangen. Die Staatsanwaltschaft in Düsseldorf ermittelt nun wegen Volksverhetzung, wie die «Westdeutsche Zeitung» schreibt.

Die Songtexte der Rapper werden auf ihre strafrechtliche Relevanz überprüft – nicht nur jene der aktuellen Platte, sondern auch frühere.

(L'essentiel/shy)