Album der Woche

22. August 2018 20:45; Akt: 22.08.2018 20:45 Print

Ariana Grande lässt die Terroristen nicht gewinnen

Die US-Sängerin Ariana Grande lässt sich die Lebensfreude nicht nehmen. Nach dem Attentat bei einem ihrer Konzerte veröffentlicht sie nun ein neues Album.

Das neue Ariana-Grande-Album ist ein starkes Statement – nicht nur gegen Terror, sondern auch für den Feminismus, wie die Single «God Is A Woman» zeigt.

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Ariana Grande hatte die Bühne gerade erst verlassen, als in der Manchester Arena ein Selbstmordattentäter 22 Menschen mit in den Tod riss – das jüngste Opfer war gerade einmal acht Jahre alt. Mit «Sweetener» veröffentlicht Ariana Grande ihr erstes Album seit der Tragödie. Und selbst wenn die Musik überraschend positiv klingt, spukt der Terror immer noch zwischen den Noten.

«Die Angst darf nicht gewinnen, genau das wollen sie nämlich», sagte Grande kürzlich unter Tränen. «Deshalb hab ich damals die Tour auch weitergemacht. Die Terroristen sollen nicht gewinnen.» Das erklärt auch den heiteren Grundton von «Sweetener».

Songs wie «Blazed» oder die Single «No Tears Left To Cry» gehen in die Beine und sollen vor allem gute Stimmung und Liebe verbreiten. «Ich möchte euch einfach nur alle umarmen», heißt es in «R.E.M.». (Fun-Fact: Wegen des Songs trendete am Wochenende der Hashtag #REM, was einige Twitter-User kurzzeitig glauben ließ, die aufgelöste Band R.E.M. kehre zurück.)

«Wir sind zu cool, um am Hass teilzunehmen», singt Grande in «No Tears Left To Cry». (Quelle: Youtube / Ariana Grande)

Einer der wenigen düsteren Momente ist «Breathing», das von Panikattacken handelt – aber selbst dort triumphiert Grande über die Angst: «Einfach weiteratmen», singt sie. Eine besonders subtile Botschaft baut sie in den Abschluss «Get Well Soon» ein. Der Song endet mit 40 Sekunden Stille, einem Moment des Schweigens für die verstorbenen Fans. Wegen der Stille dauert der letzte Track genau fünf Minuten und 22 Sekunden – die Attacke in Manchester fand am 22. Mai 2017 statt.

Auch wenn der Schrecken noch nicht verdaut ist – und letztlich wohl auch nie sein wird –, steckt viel Lebensfreude in «Sweetener». Ein wunderschöner Mittelfinger gegen die Terroristen.

(L'essentiel/nei)

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