Preisverleihung in New York

29. Januar 2018 07:18; Akt: 29.01.2018 07:20 Print

Bruno Mars ist der Grammy-​​König

Bruno Mars und Kendrick Lamar räumen bei den Grammys in New York ab. Mehrere Stars und die Demokratin Hillary Clinton haben gegen Donald Trump ausgeteilt.

Verleihung in New York: Bruno Mars holt sich gleich mehrere Grammys. (Video: Tamedia/AFP)

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Der R&B-Sänger Bruno Mars ist der große Abräumer der diesjährigen Grammy-Verleihung. Er gewann sechs Preise, unter anderem für das beste Album des Jahres. Die in Bern lebende Weltklasse-Geigerin Patricia Kopatchinskaja darf sich ebenfalls über einen Grammy freuen.

R&B-Sänger Bruno Mars kann nach der diesjährigen Grammy-Verleihung in New York die wichtigsten Preise mit nach Hause nehmen. Am Sonntagabend siegte er in den Kategorien Album des Jahres («24K Magic»), Aufnahme des Jahres (Titellied «24k Magic») und Song des Jahres («That's What I Like»).

«Oh mein Gott. Vielen Dank, Leute, Wow», sagte er bei der Annahme seiner letzten Auszeichnung während der Gala. Jay-Z, der insgesamt acht Mal nominiert war, ging zwar leer aus. Der Rapper wurde aber dennoch gewürdigt.

Rap und R&B dominieren

Als beste neue Künstlerin wurde Alessia Cara geehrt. Die kanadische Singer-Songwriterin wurde unter anderem durch ihren Synthie Pop-Song «Scars to Your Beautiful» bekannt. Die Recording Academy setzte mit der diesjährigen Grammy-Verleihung einen historischen Marker. In der begehrten Kategorie Album des Jahres waren vier von fünf Alben aus der Sparte Rap und R&B nominiert worden, die von schwarzen Künstlern oder Musikern lateinamerikanischer Abstammung entwickelt wurden.

Allein in der ersten Stunde der Musikgala gewann US-Rapper Kendrick Lamar fünf Auszeichnungen – und war bis zu Mars' sechsfachem Sieg der König der Veranstaltung. Lamar siegte unter anderem in den Kategorien bestes Rap-Album («DAMN.») und beste Rap-Gesangs-Performance («Loyalty») gemeinsam mit Rihanna.

Clinton teilt gegen Trump aus

Die Musik-Show schlug zuvor markige politische Töne an. Einen überraschenden Auftritt gab es von Hillary Clinton: Mit einer Lesung aus dem Enthüllungsbuch «Fire and Fury» teilten die frühere Präsidentschaftskandidatin und Star-Musiker gegen US-Präsident Donald Trump aus.

Auch Rapperin Cardi B, John Legend, Cher und Snoop Dogg lasen einige Sätze aus dem Buch. «Warum lese ich diesen Scheiß überhaupt?», fragt Cardi B, nachdem sie eine Passage zu Trumps angeblich regelmäßigen Cheeseburger-Abendessen im Bett rezitiert hat. «Ich kann das nicht glauben. Lebt er so wirklich sein Leben?»

Die Uno-Botschafterin der USA, Nikki Haley, reagierte prompt auf die verbale Ohrfeige vor einem Millionenpublikum gegen ihren Vorgesetzten und Parteikollegen Trump. «Ich habe die Grammys immer geliebt, aber dass Künstler das Fire and Fury-Buch lesen, war das Ende», twitterte Haley wenige Minuten nach dem Sketch.

Mehrere Stars trugen weiße Rosen

In einer Dankesrede spielte Lamar auf Jay-Zs Streit mit US-Präsident Donald Trump an. «Jay for president», sagte er und nahm damit Bezug auf die Kritik des Rappers. In einem CNN-Interview hatte Jay-Z gesagt, Trumps mutmaßlich abwertende Äußerungen über Haiti und afrikanische Staaten seien enttäuschend und verletzend. Trump hatte darauf via Twitter reagiert und geschrieben, jemand möge den Musiker darüber informieren, dass die Arbeitslosigkeit unter Afroamerikanern wegen seiner Politik auf dem niedrigsten Stand aller Zeiten sei.

Die Rockband U2 trat vor der Freiheitsstatue auf. Sängerin Camila Cabello sprach davon, eine stolze, aus Kuba und Mexiko stammende Frau zu sein, die in Havanna auf die Welt gekommen sei. Mit Blick auf die Debatte um junge, auch als «Dreamer» bekannte Migranten, für die ein US-Programm zum Schutz vor Abschiebung ausläuft, sagte sie: «Diese Land wurde von »Dreamern« gebaut - für Träumer, die den amerikanischen Traum verfolgen.»

Aus Solidarität mit der #TimesUp-Bewegung zum Kampf gegen sexuelle Übergriffe trugen mehrere Musiker bei der Verleihung weiße Rosen am Revers oder in der Hand. Darunter waren Rapper Kendrick Lamar, Lady Gaga, Miley Cirus, Khalid, Sam Smith, Janelle Monae sowie Alessia Cara. Die weiße Rose galt bei der Verleihung als Pendant zur schwarzen Kleidung, in der Prominente bei der Golden Globe-Gala Anfang Januar erschienen waren.

(L'essentiel/chk/sda)

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