Grunge-Ikone

21. Mai 2017 13:06; Akt: 21.05.2017 13:08 Print

Die Musik-​​Meisterstücke von Chris Cornell

Nur Stunden nach einem Konzert seiner Band Soundgarden ist Chris Cornell am Donnerstag überraschend im Alter von 52 Jahren gestorben. Ein Rückblick auf sein Schaffen.

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Am Donnerstag, 18. Mai, ist US-Sänger Chris Cornell (52) überraschend verstorben. Über die Todesursache war zunächst nichts bekannt.

Bekanntheit erlangte der Musiker mit seiner Band Soundgarden, die zu den Geburtshelfern des Grunge zählt und mit ihrem Schaffen den Weg für andere Seattle-Gruppen wie Mudhoney, Pearl Jam und Nirvana ebnete.

Cornell war aber nicht nur Frontmann von Soundgarden – hier sind die wichtigsten Werke seiner Karriere:

Die anderen großen Songs von Soundgarden

Bleiben wir zunächst aber bei seiner Stammband. Der Vierer aus der Grunge-Hauptstadt Seattle hat in seiner 20-jährigen Schaffenszeit sechs Studioplatten hervorgebracht. «Black Hole Sun» aus dem Jahr 1994 bleibt die bekannteste Single-Auskopplung, «Spoonman» war ebenfalls ein Hit, das 1992er «Rusty Cage» bleibt ein Fan-Liebling – und an dieser Stelle wollen wir «Flower» speziell erwähnen, der Opener der Debüt-LP «Ultramega OK» von 1988.

(Quelle: Youtube/Sub Pop)

Die Audioslave-Großtat

Als Soundgarden von 1997 bis 2010 pausierten, formte Chris Cornell 2001 mit den Rage-Against-the-Machine-Mitgliedern Tom Morello, Tim Commerford und Brad Wilk die Quasi-Supergroup Audioslave. Über drei Alben hinweg fusionierte das Quartett die Alternative-Gitarren der 90er mit dem Hard-Rock der 70er; das schwermütige «Like A Stone» vom selbstbetitelten 2002er-Debüt erreichte die Spitze der US-Rock-Charts.

(Quelle: Youtube/AudioslaveVEVO)

Das Temple-Of-the-Dog-Juwel

Als Cornells Freund Andrew Wood, Sänger von Mother Love Bone und Malfunkshun, 1990 an einer Heroin-Überdosis starb, formierte er mit dessen ehemaligen Bandmitgliedern die Tribute-Gruppe Temple Of the Dog. Daraus entstand eine selbstbetitelte Platte, die 1991 veröffentlicht wurde und unter anderem die Single «Hunger Strike» hervorbrachte. Pearl-Jam-Häuptling Eddie Vedder steuerte zusätzlichen Gesang bei und machte die emotionale Nummer damit zu einem Klassiker des Grunge-Genres.

(Quelle: Youtube/TempleOfTheDogVEVO)

Der Bond-Song

Seit «The Living Daylights» 1987 wurden alle James-Bond-Lieder von Frauen gesungen. Bis 2006 der kernigere (und blondere) Daniel Craig die Rolle des 007 antrat, weshalb «Casino Royale» nach einer neuen Art Bond-Song verlangte. Chris Cornell lieferte diesen mit «You Know My Name» und packte den Track auch gleich auf seine zweite Soloplatte «Carry On», die im Jahr 2007 folgte.

(Quelle: Youtube/MovieSounds)

Der Pop-Abstecher

Apropos Soloalben: Fünf davon veröffentlichte Cornell zwischen 1999 und 2015 und lotete dabei die Genre-Grenzen des Alternative-Rock aus – außer auf dem 2009er «Scream», wo er sie gänzlich hinter sich ließ und (zum Missfallen der Kritiker und vieler Fans) in den Pop eintauchte. Justin Timberlake, Ryan Tedder von OneRepublic und Timbaland drückten der Platte als Produzenten ihre Note auf; der Einfluss von Letzterem ist in der Single-Auskopplung «Part of Me» unüberhörbar.

(Quelle: ChrisCornellVEVO)

Das letzte Lied

Fürs Drama «The Promise» (Deutschschweizer Kinostart am 17. August) mit Christian Bale, Oscar Isaac und Jean Reno hat Cornell den gleichnamigen Abspann-Song geschrieben. Vor rund zwei Monaten hat er die Gitarren-Ballade als eigenständige Single veröffentlicht, die nun zu einer Art Requiem für die 52-jährig verstorbene Grunge-Ikone geworden ist.

(Quelle: Youtube/ChrisCornellVEVO)

(L'essentiel/shy)

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