1 Million Views in drei Tagen

03. März 2020 07:34; Akt: 03.03.2020 07:46 Print

Italo-​​Rapper landet mit Corona-​​Song einen Hit

Der italienische Rapper Bello Figo hat mit seinem Song «Coronavirus» einen viralen Hit gelandet. Wie viel Geld kann der Musiker damit verdienen?

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der Künstler

Hinter dem Künstlernamen Bello Figo steckt der aus Ghana stammende Italiener Paul Yeboah. Der 27-Jährige ist in der Cyberwelt mit seinen zusammengerechnet 865.000 Abonnenten auf Youtube und Instagram ziemlich erfolgreich unterwegs.

Mit seinen provokativen, vulgären Youtube-Songs, die absichtlich in schlechter Qualität aufgenommen werden, ist er zum Social-Media-Star geworden. Zu Beginn war der Trash-Rapper noch als Bello Figo Gucci bekannt, verzichtete jedoch auf den Zusatz, als das italienische Modehaus ihn verklagte.

Sein bisher erfolgreichster Song «I Don't Pay Rent» ist seit Oktober 2016 auf Youtube und hat mittlerweile über 26 Millionen Views. Sein Corona-Hit könne diese Streams jedoch übertreffen – er kommt nach drei Tagen auf über eine Million Views.

Die Lyrics

In seinem neuesten Song «Coronavirus» rappt er darüber, wie er sich vor Covid-19 fürchtet. «Alle wissen, dass ich Angst habe vor dem Coronavirus», so Bello Figo auf Italienisch. «Viele Leute in China sind infiziert», geht es weiter im Text. «Viele Leute wollen mich töten, jetzt auch das Coronavirus.»

Im Video zum Song macht der Rapper Hamsterkäufe im Supermarkt

Dann wird es weniger jugendfrei: «Ich kann nicht mehr aus dem Haus, kann nicht mal küssen. Wir wollen einfach Sex haben, wir wollen einfach lecken.»

Die Reaktionen

Nebst den Views in Millionenhöhe hat der Song auf Spotify drei Tage nach dem Release knapp 150.000 Plays eingespielt. Die meisten Streams kommen zurzeit noch aus Italien. So sind die meisten Kommentare unter dem Youtube-Clip auf Italienisch verfasst.

Ein User schreibt: «Beim ersten Hören dachte ich mir: ‹Was ist das?› Beim zweiten Mal: ‹Na gut, so schlecht ist es gar nicht.› Und beim dritten Mal war ich so: ‹Coronavirus, Coronavirus, Coronavirus!›».

Auch für seine Krone, gebastelt aus 50-Euro-Scheinen, gibt es Punkte: «Das Bandana aus Banknoten strahlt Poesie aus», heißt es in einem Kommentar, der 2000-mal gelikt wurde.

Dieser User erhält für seine wohl nicht ganz ernst gemeinte Rezension über 4000 Likes: «Bello Figo lässt seinem Hedonismus freien Lauf und verbindet den Schrecken der Epidemie mit dem krankhaften Wunsch, seine sündigen Instinkte zu befriedigen. Ein schweres, hartes, dunkles Stück.»

Die Kohle

Wie viel Geld ein Youtube-Video einspielt, ist schwer einzuschätzen. So spielen nebst den Views viele Faktoren mit, unter anderem die Qualität des Traffics, das Herkunftsland, ob es sich um ein Nischen-Video handelt oder wie der Preis der jeweiligen Anzeigen ist, die Youtube im Video ausspielt.

Laut dem Rechnungstool von Socialblade.com könnte der Youtube-Rapper mit seinen täglich rund 400.000 Views zu «Coronavirus» in drei Tagen bis zu 4500 Euro verdient haben – es könnten jedoch auch nur rund 300 Euro gewesen sein.

Die anderen Corona-Künstler

Bello Figo ist der bisher erfolgreichste Corona-Musiker. Tatsächlich gibt es aber einige weitere Künstler, die auf den Coronavirus-Zug aufgesprungen sind und damit Hunderttausende Views erzielen.

So etwa der Rapper Yofrangel, der auch aus Italien kommt und mit seiner Reggaeton-Nummer «Corona Virus» bisher über 700.000 Views auf Youtube generiert hat.

Parodien zur Epidemie werden ebenfalls fleissig geklickt. So etwa Kathy Makattacks Corona-Parodie des Songs «Torn» von Natalia Imbruglia oder Alvin Oon mit seiner Covid-19-Version des Simon-&-Garfunkel-Klassikers «Sound of Silence».

(L'essentiel/zen)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.