Kritik-Hagel

07. Februar 2018 08:56; Akt: 07.02.2018 09:00 Print

Justin Timberlake wühlt tief in der Klischee-​​Kiste

Nach dem «The 20/20 Experience»-Höhenflug ist Timberlake mit «Man of the Woods» zurück.

«Man of the Woods», der Titeltrack von Justin Timberlakes neuer Platte. (Quelle: Youtube/justintimberlakeVEVO)

Zum Thema

Es hätte sein Wochenende werden können: Am Freitag ver­öffentlichte Pop-Superstar Justin Timberlake sein viertes Studioalbum «Man of the Woods». Und am Sonntag bestritt er die prestigeträch­tige Halbzeit-Show der Superbowl – und für beides erhielt der 37-Jährige durchzogene Kritiken.

Platte und Performance haben ein ähnliches Problem – trotz pompöser Produktion: Timberlake geht zu sehr auf Nummer sicher. Im Stadion verließ er sich auf seine alten Hits (die mögen alle) und im Studio auf eine ohrgerechte Mischung aus Country, Soul, Funk, Disco und Gospel (das mögen alle).

Timberlake im Duett mit Country-Größe Chris Stapleton. (Quelle: Youtube/justintimberlakeVEVO)

Bei so vielen Genrefetzen geht schnell mal der rote Faden verloren. Das Zurück-zu-den-Wurzeln- und Beschränkung-aufs-Wesentliche-Thema des Artworks und der Pressefotos wirkt aufgesetzt. Die Bilder sehen eher nach Levi's-Katalog als nach echtem Holzfällertum aus. Und schon der Opener, die Vorab-Single «Filthy», klingt nach Stadion-Funk – und null nach Pferdeweide.

Wie zum Ausgleich hat der Ehemann von Jessica Biel (35) – sie und der gemeinsame Sohn Silas Randall (2) sind ebenfalls auf der LP zu hören – mit «Flannel» und dem Chris-Stapleton-Duett «Say Something» klischierte Country-Folk-Nummern auf die über einstündige Platte gepackt. Wenn Show und Album derart durchzogen daherkommen, muss die Frage erlaubt sein: Sind Justin Timberlakes Tage als Pop-Superstar gezählt?

(L'essentiel/shy)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.