Album der Woche

11. September 2018 20:43; Akt: 11.09.2018 20:43 Print

MNEK schreibt Hits nun für sich statt für Beyoncé

Uzoechi Emenike wagt sich endlich selbst in den Vordergrund. Bisher war MNEK vor allem in der zweiten Reihe aktiv.

Bisher verkaufte er seine Songs an Hochkaräter wie Madonna – nun hat MNEK sein erstes eigenes Werk veröffentlicht. (Quelle: Youtube / MNEK)

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Album der Woche: MNEK – «Language»

Seit dem zarten Alter von 14 Jahren mischt Uzoechi Emenike – kurz MNEK – im Musik-Business mit. Während dieser zehn Jahre schrieb er unter anderem Songs für Giganten wie Beyoncé und Madonna. Mit «Language» erscheint nun das erste Album mit seinem eigenen Namen drauf.

«Language» hat alles, was es braucht, um MNEK zum Superstar zu machen. Der 24-Jährige zieht hier einen Hit nach dem anderen aus dem Ärmel – wer die Hook der Single «Colour» hört, bringt sie tagelang nicht mehr aus dem Ohr. Mit der Kombination aus Future-Bass-Elementen und Referenzen an 90s-Pop produziert MNEK der Jugend aus dem Herzen. Themen wie anhängliche Ex-Partner («Phone»), die rosarote Brille einer frischen Beziehung («Honeymoon Phaze») und Entfremdung («Crazy World») nimmt er vage genug auf, dass sich jeder damit identifizieren kann.

«Colour» kriegst du garantiert nicht mehr aus dem Kopf. (Quelle: Youtube / MNEK)

Trotzdem steckt in den Texten ein wichtiges Statement: «In meinen eigenen Songs schreibe ich fast immer aus der Perspektive eines schwarzen, schwulen Mannes», sagt der LGBTQ-Aktivist. Gleichzeitig nimmt sich MNEK nie allzu ernst. In den Interludes, quasi Verschnaufpausen zwischen den 16 Songs, macht er sich unter anderem darüber lustig, dass sein Künstlername «wie eine Geschlechtskrankheit klingt».

«Language» ist solides Pop-Handwerk, das nie einfältig klingt und trotzdem in erster Linie Spaß macht. «Ich war zu lange im Hintergrund», singt MNEK gleich zu Beginn. Nun muss er sich wirklich nicht mehr verstecken.

(L'essentiel/nei)

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