Budapest, Ungarn

15. November 2021 07:28; Akt: 15.11.2021 07:28 Print

MTV EMAs mit Zeichen gegen Orbans Regierung

An den EMA in der ungarischen Hauptstadt wurde die LGBT-Aktivistin Viktoria Radvanyi mit einem Award ausgezeichnet.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Zum Missfallen der ungarischen Regierung ist bei den diesjährigen MTV Europe Music Awards (EMA) ein Zeichen für Toleranz gegenüber nicht-heterosexuellen Menschen gesetzt worden. Bei der Gala in Ungarns Hauptstadt Budapest ging der «Generation Change» benannte Preis am späten Sonntagabend an die ungarische Aktivistin Viktoria Radvanyi, die seit langem an der Organisation des Marsches «Budapest Pride» beteiligt ist, wie das ungarische Nachrichtenportal «telex.hu» berichtete.

Weitere Preise gingen unter anderen an die Künstler und Künstlerinnen Amir Ashour, Matthew Blaise, Sage Dolan-Sandrino und Erika Hilton. Im Vorjahr hatte es die Preisverleihung wegen der Corona-Pandemie nur im Online-Format gegeben. Diesmal fand das Event in einer voll besetzten Sportarena statt.

Politik gegen Homosexuelle

«Alle Menschen werden gleich geboren. Punkt», sagte Radvanyi bei der Preisverleihung. Sie dankte ihrer Lebensgefährtin sowie ihren Mitstreitern und Mitstreiterinnen vom Verein «Budapest Pride», der alljährlich mit einer Demonstration auf die Diskriminierung sexueller Minderheiten aufmerksam macht.

Die rechtsnationale Regierung Ungarns von Ministerpräsident Viktor Orban betreibt eine offen gegen Homosexuelle gerichtete Politik. In diesem Jahr setzte sie ein Gesetz durch, das Minderjährigen verbietet, sich über nicht-heterosexuelle Lebensformen zu informieren. Die EU hat deswegen ein weiteres Vertragsverletzungsverfahren gegen das Land eingeleitet.

Im Vorfeld der EMA-Gala war bereits bekanntgeworden, dass die LGBT-Bewegung (Schwule, Lesben, Bisexuelle, Transgender) mit einem Preis gewürdigt werden sollte. Dazu hatte Orbans Kanzleramtsminister Gergely Gulyas gesagt, dass dieses Event zu einer «Provokation gegen die Regierung» benutzt werden würde.

(L'essentiel/DPA/chk)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • packtiech am 15.11.2021 16:10 Report Diesen Beitrag melden

    a ween ass da méi tolerant waat Covid Crise ugeet? Richteg, den Här Orban an elo?

  • Valchen am 15.11.2021 08:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    “Somewhere over the rainbow!”:-)

Die neusten Leser-Kommentare

  • packtiech am 15.11.2021 16:10 Report Diesen Beitrag melden

    a ween ass da méi tolerant waat Covid Crise ugeet? Richteg, den Här Orban an elo?

  • Valchen am 15.11.2021 08:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    “Somewhere over the rainbow!”:-)