«F**ck dich!»

04. August 2020 16:13; Akt: 04.08.2020 16:29 Print

Musikszene schimpft über Spotify-​​Chef

Spotify-CEO Daniel Ek hat mit einer Aussage den Zorn vieler Musiker auf sich gezogen, die sich durch den Streaming-Dienst ausgenutzt fühlen.

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«Man kann nicht alle drei bis vier Jahre mal Musik aufnehmen und denken, dass das ausreicht», sagte Spotify-Chef Daniel Ek. Beim Streaming gehe es darum, im regelmäßigen Austausch mit den Fans zu stehen, findet der Schwede. Wer hier zu wenig verdient, sei selbst schuld, so der Spotify-Chef, dessen Vermögen auf 4,1 Milliarden Dollar geschätzt wird

«Es geht darum, viel Arbeit reinzustecken», kritisierte Ek im Interview mit Music ally. «Ich habe wirklich das Gefühl, dass diejenigen, die beim Streaming nicht gut abschneiden, überwiegend Leute sind, die Musik so veröffentlichen wollen, wie sie früher veröffentlicht wurde.»

Die Künstler, die dagegen Erfolg haben, hätten verstanden, wie der Streaming-Hase läuft. Man könne eben nicht nicht nur alle drei bis vier Jahre mal Musik aufnehmen und dann «denken, dass das ausreicht».

« F**ck dich! »

Diese Aussagen Daniel Eks verärgern viele Musiker. Sie halten sich keineswegs für faul und rückständig – und schießen zurück. David Crosby, Gründungsmitglied der Byrds und von Crosby, Stills and Nash, betitelte den Spotify-Chef als «widerlichen, gierigen kleinen Scheißer». REM-Bassist Mike Mills twitterte: «Musik = Produkt, das am laufenden Band produziert werden müsse, sagt Milliardär Daniel Ek. F**ck dich!»

«Sons of Apollo»-Schlagzeuger Mike Portnoy kommentierte die Aussagen mit «Was für ein geiziger kleiner Bastard» und erklärte weiterhin, dass er trotz acht veröffentlichter CDs im Jahr 2020 wegen Streaming-Diensten kaum Gewinn machen werde.

Auch «Twisted Sister»-Legende Dee Snider beschreibt das Problem in einem Tweet: «Während die Zuhörer von Spotify profitieren und Spaß daran haben, zerstört es eines der wichtigsten Einkommen von Künstlern. Die Zahl der Künstler, die reich genug sind, um dies zu überleben, liegt bei 0,0001 Prozent.»

(L'essentiel/tha)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Erich am 04.08.2020 17:08 Report Diesen Beitrag melden

    Welche Platform ist den für die Künstler lohnend. Da würde ich ja direkt hingehen. Und sagt jetzt nicht CDs kaufen weil genau das will ich ja nicht. Ich möchte nur das Lied das mir gefällt, direkt und für solange ich möchte.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Erich am 04.08.2020 17:08 Report Diesen Beitrag melden

    Welche Platform ist den für die Künstler lohnend. Da würde ich ja direkt hingehen. Und sagt jetzt nicht CDs kaufen weil genau das will ich ja nicht. Ich möchte nur das Lied das mir gefällt, direkt und für solange ich möchte.

    • @Erich am 05.08.2020 07:51 Report Diesen Beitrag melden

      Ich kaufe mir einzelne Lieder auf iTunes, aber das soll ja irgendwann "abgeschafft" werden. Eine echte Alternative habe ich bis jetzt nicht gefunden.

    • Mishu am 05.08.2020 14:27 Report Diesen Beitrag melden

      bei google play music können Sie die Alben kaufen. Nach dem Kauf steht das Album als Download zur Verfügung und man kann die Musik auch auf dem Offline-MP3 Player hören.

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