Übermächtige Konkurrenz

15. Dezember 2017 07:00; Akt: 14.12.2017 22:48 Print

Streaming-​​Dienst Tidal steht vor dem Aus

Trotz prominenter Teilhaber wie Jay-Z steckt Tidal offenbar in Schwierigkeiten. Schon in sechs Monaten könnte dem Streaming-Anbieter das Geld ausgehen.

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Es läuft alles andere als rund bei Tidal. Im vergangenen Jahr soll das Unternehmen umgerechnet rund 40 Millionen Euro Verlust eingefahren haben, berichtet das Tech-Portal Theverge.com mit Bezug auf einen Bericht von «Dagens Næringsliv». Schon in einem halben Jahr könnte es mit Tidal vorbei sein.

Der in Norwegen gegründete Dienst bietet seinen Abonnenten verlustfreie und hochaufgelöste Musik sowie teilweise sogar exklusive Inhalte. 2015 kaufte sich Jay-Z das Unternehmen und fand weitere Unterstützer aus der Musikbranche wie Madonna oder Kanye West.

Zu wenig Abonnenten

Im Markt für Musik-Streaming gibt es neben dem Platzhirsch Spotify mittlerweile auch Angebote wie Apple Music sowie Dienste von Google und Amazon. Offenbar hat Tidal zunehmend Probleme, mit der Konkurrenz mitzuhalten.

Dafür spricht auch die relativ geringe Anzahl von Nutzern. Zwar gab Tidal im letzten Jahr an, dass man drei Millionen Abonnenten habe. Laut «Dagens Næringsliv» lag die Anzahl zu jenem Zeitpunkt tatsächlich aber nur bei etwa einer Million.

Schwieriger Markt

Im Gegensatz dazu sind Spotify mit 60 Millionen Abonnenten und Apple Music mit etwa 30 Millionen um einiges größer. Auch bei der Nummer eins läuft das Streaming-Geschäft jedoch nicht allzu gut: Spotify machte 2016 umgerechnet etwa 500 Millionen Euro Verlust.

Ein Sprecher von Tidal relativierte die Probleme gegenüber Theverge.com: «Wir haben seit der Gründung eine negative Berichterstattung gegenüber Tidal erlebt, obwohl jedes Jahr ein Wachstum verzeichnet werden konnte.» Ob der ursprüngliche Plan, Mitte des nächsten Jahres profitabel zu sein, noch aufgeht, wird sich zeigen.

(L'essentiel/swe)

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