Los Angeles

16. Februar 2016 08:49; Akt: 16.02.2016 09:27 Print

Taylor Swift räumt bei Grammy-​​Gala ab

In Los Angeles sind zum 58. Mal die begehrtesten Musik-Trophäen der Welt verliehen worden.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

US-Popsängerin Taylor Swift hat den Grammy für das beste Album des Jahres gewonnen. Mit ihrer Platte «1989» setzte sich Swift am Montagabend in Los Angeles unter anderem gegen den Rapper Kendrick Lamar durch, der für sein von Kritikern hochgelobtes Album «To Pimp a Butterfly» nominiert war.

In ihrer Dankesrede rief Swift ihre weiblichen Fans zu einem selbstbewussten Auftreten auf. Sie warnte junge Frauen vor «jenen, die versuchen, euren Erfolg zu untergraben oder sich eure Leistungen und euren Ruhm anzueignen».

Davor hatte sie in Los Angeles bereits den Grammy als bestes Pop-Gesangsalbum sowie für «Bad Blood» den Preis für das beste Musikvideo abgeräumt. «Ich will den Fans für die vergangenen zehn Jahre danken», sagte Swift, die insgesamt für sieben Grammys nominiert war. Der Preis für das beste Weltmusik-Album ging auch an Luxemburger Musiker: Mit der Platte «Angélique Kidjo sings with the Orchestre Philharmonique du Luxembourg» wurde die Zusammenarbeit zwischen der beninisch-afrikanischen Musikerin und den Musikern unter Dirigent Gast Waltzing mit einem Grammy belohnt.

Meghan Trainor Newcomerin des Jahres

Der britische DJ Mark Ronson und der US-Sänger Bruno Mars holten mit ihrer Partyhymne «Uptown Funk» den Grammy für die Single des Jahres. Ebenfalls nominiert waren «Blank Space» von Swift, «Thinking Out Loud» von Ed Sheeran, «Really Love» von D'Angelo sowie «Can't Feel My Face» von The Weeknd.

US-Popsängerin Meghan Trainor gewann den Grammy als beste neue Künstlerin. Die 22-Jährige setzte sich gegen Courtney Barnett, James Bay, Tori Kelley und Sam Hunt durch. Unter Tränen und sichtlich gerührt dankte die für ihre Hits «Like I'm Gonna Lose You» und «All About That Bass» bekannte Singer-Songwriterin unter anderem ihren Eltern und Produzenten.

Swifts Dankesrede.

Grammys für Politiker

Der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter wurde zum zweiten Mal mit dem wichtigsten Musikpreis der Welt geehrt. Der 91-Jährige gewann den Grammy für das Hörbuch zu seiner Autobiografie «A Full Life: Reflections at Ninety». 2007 hatte er für das von ihm verfasste und gelesene «Unsere gefährdeten Werte» ebenfalls einen Grammy als bestes gesprochenes Album gewonnen.

Auch Amtsinhaber Barack Obama, Ex-Präsident Bill Clinton sowie dessen Ehefrau und Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton haben für gesprochene Ausgaben ihrer Bücher bereits Grammys gewonnen.

Bester Song kommt von Ed Sheeran

Ed Sheeran hat mit «Thinking Out Loud» den Grammy für den besten Song des Jahres und die beste Pop-Solodarbietung gewonnen. Er teilte sich den begehrten US-Musikpreis am Montagabend mit der britischen Folksängerin Amy Wadge, die die Ballade mitgeschrieben hatte.

Leer ging beim «Song des Jahres» Kendrick Lamar mit «Alright» aus – allerdings holte der US-Rapper bereits in fünf anderen Kategorien einen Grammy. Ebenfalls nominiert waren die US-Popqueen Taylor Swift mit «Blank Space», die US-Country-Gruppe Little Big Town mit «Girl Crush» und der US-Rapper Wiz Khalifa mit «See You Again».

«Das ist für den Hip Hop», sagte Lamar, als er das goldene Grammophon für das beste Rap-Album zu Beginn der Zeremonie im Staples Center entgegennahm. «Wir werden für immer leben.» Lamar begeisterte Kritiker mit seinem Album «To Pimp a Butterfly», mit dem er auch eine politische Botschaft gegen Diskriminierung und Polizeigewalt gegen Afroamerikaner in den USA sendete.

Viele Preisträger wurden schon vor der Gala bekannt gegeben. Lamar gewann unter anderem für «Alright» die Grammys für den besten Rap-Song und die beste Rap-Darbietung. Das Lied, das mit seiner Zeile «Nigga, we gon' be alright» zu einer Hymne der «Black Lives Matter«-Bewegung gegen Polizeigewalt wurde, ist auch als bester Song des Jahres im Rennen.

«The Weeknd» ausgezeichnet

Erste Auszeichnungen heimste auch kanadische R&B-Nachwuchsstar «The Weeknd» ein. Mit «Earned it (Fifty Shades of Grey)» holte er den Grammy für die beste R&B-Darbietung, seine Platte «Beauty Behind the Madness» lag in der Kategorie «Bestes Urban-Contemporary Album» vorne.

Die britische Band Muse gewann für «Drones» das goldene Grammophon für das beste Rockalbum des Jahres. Bereits 2011 waren die Alternative-Rocker in dieser Kategorie geehrt worden. In der Elektro-Musik räumte das DJ-Duo Skrillex und Diplo ab mit Grammys für die beste Dance-Aufnahme und das beste Dance-Album.

Rihanna war krank

Rihanna hat ihren geplanten Auftritt während der Grammy-Verleihung in Los Angeles wegen einer Erkrankung absagen müssen. Nach der Probe für die Show sei die 27-Jährige am Sonntag von einem Arzt untersucht worden, der ihr geraten habe, ihre Stimme für 48 Stunden auszuruhen, sagte ihr Pressesprecher. Es habe die Gefahr bestanden, dass sie ihre Stimmbänder beschädige.

Vor einer Tribut-Veranstaltung für Lionel Richie am Samstag musste Rihanna Antibiotika nehmen. Bis Montagabend sei ihr Zustand dann nicht entscheidend besser geworden, so der Sprecher.

Rihanna war nicht die einzige, die am Montagabend in L.A. über weite Strecken der Gala vermisst wurde: Rapper Ice Cube verschwand mit seinem Sohn O'Shea Jackson junior, kurz nachdem er zu Beginn der TV-Übertragung den ersten Preis präsentiert hatte. Später postete er ein Video mit einer Erklärung: Drei Stunden auf der Veranstaltung auszuharren, das sei ein bisschen viel. «Ich bin zurück im Auto», sagte er.

(L'essentiel/chk/sda/dapd)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 72 Stunden, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Machiavelli am 16.02.2016 10:00 Report Diesen Beitrag melden

    Für jedes Liedchen das die trällert bekommt sie 10 Grammys. Die müsste doch längst die Garage voll liegen haben.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Machiavelli am 16.02.2016 10:00 Report Diesen Beitrag melden

    Für jedes Liedchen das die trällert bekommt sie 10 Grammys. Die müsste doch längst die Garage voll liegen haben.