Rock am Ring

30. Mai 2018 07:52; Akt: 30.05.2018 08:40 Print

Foo Fighters und Marilyn Manson rocken die Eifel

«Rock am Ring» und «Rock im Park» gehen in die nächste Runde. Ein breites Festivalprogramm dürfte wieder Zehntausende Besucher locken.

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Im vergangenen Jahr waren im Frühsommer alleine zu «Rock am Ring» 87.000 meist junge Besucher geströmt. (Bild: Thomas Frey)

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Lauter Gesang, harte Gitarrenklänge und rasche Schlagzeugrhythmen: Von Freitag (1. Juni) an locken die Zwillingsfestivals «Rock am Ring» und «Rock im Park» wieder Musikfans aus der ganzen Republik in die Eifel und nach Nürnberg. Rund 80 Bands haben sich bis Sonntag angekündigt, mehr 100.000 Besucher werden insgesamt erwartet. Im Wechsel treten die Musiker in der Regel bei beiden Festivals auf.

Auf dem Programm stehen die US-Bands Foo Fighters, Thirty Seconds to Mars, die britische Formation Muse und Indie-Rapper Casper. Einer der Höhepunkte dürfte wohl der Auftritt von Schock-Rocker Marilyn Manson sein. Gleich am Freitag soll der 49-Jährige den Fans bei «Rock am Ring» einheizen, bevor es am Samstag auf das etwa 400 Kilometer entfernte Nürnberger Zeppelinfeld zu «Rock im Park» geht. Jeweils drei Bühnen stehen für die Auftritte der Rockstars bei den Festivals bereit.

Im vergangenen Jahr waren im Frühsommer alleine zu «Rock am Ring» 87.000 meist junge Besucher geströmt. Viele der Fans campen, grillen und feiern auch neben der legendären Rennstrecke Nürburgring – eine oft lange herbeigesehnte Open-Air-Ausflucht aus dem Alltag. «Rock im Park» zählte 2017 etwa 85.000 Fans auf dem früheren NSDAP-Reichsparteitagsgeländes im Süden Nürnbergs. Wie viele Karten für die beiden Festivals in diesem Jahr verkauft wurden, wollen die Veranstalter erst am Freitag verraten.

Unterbrechung wegen Terrorverdacht

Polizei und Veranstalter betonen, für die Sicherheit werde viel getan. Nach Worten des Mayener Polizeisprechers Lars Brummer in Rheinland-Pfalz ist eine dreistellige Zahl von Polizisten bei «Rock am Ring» im Einsatz. Nähere Angaben mache er aus taktischen Gründen nicht. Auch die Polizei Mittelfranken wollte keine Details zu ihrem Einsatz bei «Rock im Park» nennen. «Wir werden mit ausreichend Kräften vor Ort sein», sagte ein Sprecher.

Im vergangenen Jahr waren bei «Rock am Ring» zwei aus Syrien stammenden Aufbauhelfer unter Terrorverdacht geraten. Auslöser war unter anderem ein Schreibfehler der Namen gewesen. Das Festival musste unterbrochen werden. Laut dem rheinland-pfälzischen Innenministerium werden von Mitarbeitern nun stets Kopien von Pässen verlangt. Polizei und gegebenenfalls auch Verfassungsschutz nehmen die Namen unter die Lupe. Nürburgring-Chef Mirco Markfort erklärt: «Die Besucher, deren Erlebnis und ihre Sicherheit sind unser höchstes Gut.»

(L'essentiel/dpa)

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