Film

07. September 2018 12:34; Akt: 07.09.2018 14:04 Print

Historien-​​Film vor luxemburgischer Kulisse

ESCH/ALZETTE – 1918 bis 1939: Wie haben Zeitgenossen die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen wahrgenommen? Ein Filmprojekt sucht Antworten und entstand zum Teil in Luxemburg.

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Geschichte im Fernsehen ist oft etwas dröge – die internationale TV-Serie «Krieg der Träume» möchte das anders machen. Sie spielt zur Zeit zwischen den beiden Weltkriegen, von denen der erste vor fast 100 Jahren zu Ende ging. Gedreht wurde die Serie in vielen Ländern Europas, darunter neben Belgien und den Niederlanden, auch in Deutschland und Frankreich – und Luxemburg. Drehorte waren im Mai 2017 das ehemalige Arbed-Stahlwerk im luxemburgischen Esch/Alzette und der Industriepark Fond-de-Gras in Lausavage bei Differdingen.

Alle 13 Figuren, die zu sehen sind, hat es tatsächlich gegeben. Darunter Hans Beimler (Jan Krauter), Apolonia Chalupiec (Michalina Olszanska), die unter dem Künstlernamen Pola Negri ein Star wird und der vietnamesische Kommunist Nguyen Ai Quoc (Alexandre Nguyen), der bekannt wird als Ho Chi Minh. Regisseur Jan Peter (50) hat vier Jahre für seinen Film recherchiert und gedreht. Er hatte ein Budget von etwa zehn Millionen Euro zur Verfügung, 21 europäische Sendeanstalten waren beteiligt, gefördert wurde das Projekt unter anderem auch vom Film Fund Luxembourg. Peters Film baut auf seinem Werk «14 – Tagebücher des Ersten Weltkriegs» (2014) auf. Er schildert die Schicksale seiner 13 Protagonisten anhand von Zitaten aus Tagebüchern und Briefen und verknüpft sie auch miteinander. Außerdem verbindet er historische Filmaufnahmen mit modernen Spielszenen, die er jeweils in ihrem Originalton (mit Untertiteln) belässt.

Entstehung und Fall der Demokratie

Die Doku-Reihe erzählt zum einen von den Lebensträumen der historischen Protagonisten, aber auch von der Entstehung und dem Fall der Demokratie zwischen den beiden Weltkriegen. Und wirft damit auch einen kritischen Blick auf die aktuelle politische und gesellschaftliche Situation in vielen Ländern Europas: «Es ist schon bemerkenswert und auch unheimlich, was sich in der Welt und besonders in Europa in den letzten Monaten getan hat», sagt Peter. «Zu sehen ist ganz klar, wie sehr der erstarkende Nationalismus eine Reaktion auf eine Krise ist, und wie sich dieselben Antworten wie damals auch heute wiederfinden.»

Die Serie startet am Dienstag, 11. September, um 20.15 Uhr bei Arte mit acht und am Montag danach um 22.45 Uhr im Ersten mit drei zwar längeren, insgesamt aber leicht gekürzten Folgen.

(sb/L'essentiel/dpa)

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