Gesangstalent

26. Juni 2020 15:40; Akt: 26.06.2020 15:44 Print

Ist Will Ferrell die bessere Celine Dion?

Will Ferrell ist nicht nur ein begnadeter Komiker, sondern auch ein ausgezeichneter Sänger. Jetzt nimmt er den Eurovision Song Contest auf die Schippe.

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Seine Filme haben absoluten Kultstatus – «Anchorman», «Step Brothers», «Daddy’s Home», um nur ein paar zu nennen. Will Ferrell ist einer der lustigsten Typen Hollywoods. In der Highschool war er ein begabter Sportler, spielte American Football, Fußball und Basketball. Doch im letzten Schuljahr merkte er, dass er seine Mitschüler mit seinen Blödeleien zum Lachen bringen konnte, und wusste sofort, was er beruflich machen will. Der Rest ist Geschichte, wie man so schön sagt.

Der 52-Jährige hat neben Comedy und Sport aber noch ein herausragendes Talent: seine Gesangskünste. Diese stellt er in seiner neuen Komödie «Eurovision Song Contest: The Story of Fire Saga», die ab sofort auf Netflix läuft, einmal mehr unter Beweis.

Zu diesem Anlass haben wir eine kleine Auswahl seiner musikalischen Film-Highlights zusammengestellt.

«Step Brothers»

Spätestens seit er in «Step Brothers» die Arie «Con te partirò» rausschmetterte, zweifelt keiner mehr an Ferrells Gesangstalent. Er performt den Klassiker so herzzerreißend, dass Schnulzentenor Andrea Bocelli, der das Lied berühmt gemacht hatte, wohl um seine hohen CD-Verkaufszahlen fürchtete.

In der Kultkomödie spielt Ferrell einen Mann mittleren Alters, der immer noch zu Hause bei seiner Mama wohnt. Als die einen Typen heiratet, der auch einen erwachsenen Sohn hat, sieht er sich mit über 40 plötzlich mit einem Stiefbruder konfrontiert, mit dem er sein Zimmer und seine Sachen teilen muss. Und ja, der Film ist genauso lustig, wie diese Plot-Beschreibung klingt.

«Anchorman»

Die Rolle des schmierigen Nachrichtensprechers eines Lokalsenders in San Diego machte Will Ferrell unsterblich. Als Ron Burgundy covert er wichtige Events wie die Geburt von Tierbabys – und prägte so den Ausspruch: «That’s a big one!»

Die Komödie parodiert grandios eine Zeit vor der #MeToo-Ära, als Männer hemmungslos ihre Arbeitskolleginnen angraben konnten und auf die Magie von Aftershave vertrauten. Unvergessen auch die vierstimmige Gesangseinlage von Ferrell und seinen Kollegen, die als eine der besten musikalischen Darbietungen in die Kinogeschichte eingehen wird.

«Old School»

Als «Old School» 2003 ins Kino kam, war der Streifen zunächst kein Überhit. Doch im Lauf der Jahre wurde er zum absoluten Kultfilm. Neben Vince Vaughn und Luke Wilson spielt Ferrell einen frustrierten Mittdreißiger, der seine College-Zeit wiederaufleben lässt, indem er eine Studentenverbindung gründet und nochmals die Sau rauslässt.

An der Beisetzung von einem Freund aus Jugendtagen bewegt Ferrell in seiner Rolle mit einer Darbietung von «Dust in the Wind», die Trauergäste zu Tränen rührt.

«Eurovision Song Contest»

Der europäische Gesangswettbewerb muss einem Amerikaner extrem strange einfahren. Seltsame Folklore-Kostüme, eigentümlich klingende Landessprachen, meistens grottenschlechte Songs und ganz viel Nebelmaschine. Klar, dass so etwas einen Comedy-Spezialisten wie Will Ferrell auf den Plan ruft, der auch das Drehbuch zum neuen Netflix-Film geschrieben hat.

Er spielt den mäßig talentierten Isländer Lars Erickssong, der gemeinsam mit seiner besten Freundin Sigrit (Rachel McAdams) seit Kindheitstagen von einem Auftritt beim Song-Contest träumt. Durch einen Zufall landen die beiden tatsächlich beim größten Gesangsspektakel der Welt – und sorgen natürlich für eine Überraschung.

«Elf»

Ein bisschen creepy ist es ja schon, wie Will Ferrell als Weihnachtself verkleidet ein Duett mit Arbeitskollegin Jovie (Zooey Deschanel) anstimmt. Denn sie steht unter der Dusche. Aber er kann einfach nicht an sich halten, denn ihre schöne Stimme trifft ihn direkt ins Herz.

Ihr gemeinsamer Song «Baby It’s Cold Outside» ist ein Highlight der charmanten Komödie. Für viele ist Ferrells Darstellung des Buddy the Elf im Film seine beste Rolle überhaupt.

«David Letterman Show»

Nicht nur in seinen Filmen stimmt Ferrell gern ein Lied an – auch in Talkshows nimmt er das Mikro in die Hand. 2010 begeisterte er im Format von David Letterman mit seiner Interpretation von Celine Dions «I’m Your Lady».

(L'essentiel/Catharina Steiner)

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