«Peekimon Get»

12. Mai 2017 20:09; Akt: 12.05.2017 20:11 Print

Russland verbietet neue «Simpsons»-​​Folge

Homer Simpson macht in einer Kirche Jagd auf Pokémon. Diese Szene ging einigen orthodoxen Geistlichen zu weit – die Folge wird im russischen TV nicht gezeigt.

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Gäbe es eine Rangliste der TV-Zensur – Russland würde garantiert einer der vorderen Plätze belegen. Vor allem, wenn es um Produktionen aus den USA geht. Diesmal betroffen: die aktuelle «Simpsons»-Folge «Looking for Mr. Goodbart», Episode 20 der aktuellen 28. Staffel. In den USA wurde sie Ende April im Fernsehen ausgestrahlt.

Der Stein des Anstoßes: das fiktive Handyspiel «Peekimon Get», eine Anspielung auf «Pokémon Go», das in der angesprochenen Episode thematisiert wird. Ganz Springfield fährt auf das Game ab – so auch Homer Simpson.

«Mächtige Propaganda»

Er spielt «Peekimon Get» draußen, auf der Arbeit, vor allem aber auch: in der Kirche. Zu viel für mehrere russisch-orthodoxe Priester. Sie sehen in diesen Szenen «mächtige Propaganda», wie sie die Nachrichtenagentur Tass zitiert.

Die Geistlichen haben protestiert. Offenbar erfolgreich. Die Folge, die bald auf dem russischen Sender 2x2 hätte gesendet werden sollen, wird zurückgezogen, berichtet «The Hollywood Reporter».

Auch in Europa wurde vor rund einem Jahr, auf dem Höhepunkt des Pokémon-Hypes, intensiv über ethische Regeln des Handy-Games diskutiert. Etwa, als Pokémon-Fans auf Friedhöfen auf Monsterjagd gingen. In Russland drohten einem 21-jährigen Mann drei Jahre Haft wegen Blasphemie, weil er in einer orthodoxen Kirche Pokémon spielte.

Wo Russland sonst noch auf den Zensur-Knopf drückte, erfahren Sie in unserer Bildstrecke.

Szenen aus der in Russland anstößigen «Simpsons»-Folge (Quelle: Youtube).

(L'essentiel)

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