Neufassung kommt 2021

21. Juni 2020 15:02; Akt: 21.06.2020 15:15 Print

Zack Snyder vollendet «Justice League»-​​Werk

Wegen einer familiären Tragödie konnte Regisseur Zack Snyder seine Vision des 2017er Superhelden-Films «Justice League» nicht vollenden. Das holt er nun nach.

Quelle: Youtube

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Es sollte das «Avengers» des Extended Universe von DC Comics werden, doch «Justice League» entpuppte sich als cineastische Bruchlandung, mit der beinahe der ganze Franchise unterging.

Das 2017er Superhelden-Gipfeltreffen um Batman, Superman und Wonder Woman fiel bei Kritikerinnen und Kritikern durch und vermochte das Publikum nicht in die Kinos zu ziehen – ein Einspielergebnis von umgerechnet 620 Millionen Euro gilt bei einem Film dieses Formats und bei einem Budget von rund 285 Millionen Euro als ziemlicher Flop.

Fans forderten den «Snyder Cut»

DC Films und Warner Bros. Pictures zogen die Konsequenzen und damit die Handbremse, verschoben oder cancelten anstehende Titel des Franchise und ersetzten sogar Batman (Ben Affleck musste für Robert Pattinson Platz machen), um die Reihe in eine neue Richtung zu lenken.

Viele Fans sind der Meinung, dass Zack Snyders Abgang als Regisseur der Hauptgrund für den Misserfolg von «Justice League» ist. Der 54-Jährige, der schon die Vorgänger «Man of Steel» und «Batman v Superman: Dawn of Justice» drehte, zog sich vom Projekt zurück, nachdem sich seine Tochter im März 2017 das Leben genommen hatte. «Avengers»-Zampano Joss Whedon (55) übernahm für ihn – und setzte seine eigenen Ideen um.

Die Neufassung kostet weitere 30 Millionen Euro

Nicht lange nach dem Kino-Release forderten Fans via Social Media und Online-Petitionen Warner Bros. dazu auf, den sogenannten Snyder Cut zu releasen, also Zack Snyders ursprüngliche Vision. Auch ein Teil des Casts sprach sich dafür aus. Im März 2019 verriet der Regisseur, dass «seine Version» des Films existiere, und im Februar 2020 kündigte Warner Bros. sie offiziell an.

Im Mai folgte schließlich ein ungefähres Releasedatum: «Zack Snyder’s Justice League» wird 2021 auf dem Streamingdienst HBO Max veröffentlicht. Die Aufarbeitung des Materials, Nachdrehs und die neue Musik lässt sich das Filmstudio rund 30 Millionen Euro kosten.

Darkseid kommt

Snyders ursprüngliche «Justice League»-Vision sah Darkseid (das DC-Äquivalent zu Marvels Superbösewicht Thanos) als Antagonisten vor. Das holt der Regisseur jetzt nach und zeigt ihn im Teaser sowohl auf einem alten Wandbild als auch in in persona.

Auffällig: Diese Einstellung gabs schon in der Kinofassung – statt Darkseid (Ray Porter) stand an dieser Stelle aber dessen Untergebener Steppenwolf (Ciarán Hinds), gegen den die Justice League ins Feld zog.

Ob das bedeutet, dass Darkseid Steppenwolf in «Zack Snyder’s Justice League» ersetzt oder beide Superschurken zu sehen sein werden, ist zurzeit nicht klar.

Die ganze Szene ist neu

Die Szene mit Diana Prince alias Wonder Woman (Gal Gadot), die eine Prophezeiung auf einem Wandbild entdeckt, ist komplett neu und war in der Kinofassung nicht zu sehen. Aus dem Off erklingt eine Ansprache von Lex Luthor (Jesse Eisenberg), die er Batman gegenüber in «Dawn of Justice» machte.

«The bell’s already been rung. And they’ve heard it. Out in the dark, among the stars. Ding dong, the God is dead.»

Damit spielte Luthor auf Darkseid an, der seinen Auftritt in «Justice League» haben sollte – und ihn im Snyder Cut nun bekommt.

(L'essentiel/sk)

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