In Luxemburg

28. Februar 2019 08:48; Akt: 28.02.2019 12:38 Print

Tierische Diebesbande treibt ihr Unwesen

LUXEMBURG-STADT – Auf dem Limpertsberg wurden am Donnerstagmorgen ein maskierter Langfinger und sein gefiederter Komplize gesichtet. Keine Seltenheit in Luxemburg.

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Im Luxemburger-Stadt ist derzeit ein «Langfinger-Duo» unterwegs. Auf dem Limpertsberg wurde ein vierbeiniger Ganove und sein gefiederter Komplize von einem L'essentiel-Leserreporter auf Video festgehalten.

Welchen Plan der Waschbär und die Elster verfolgen, oder ob sie gerade von einem nächtlichen Beutezug in ihren Unterschlupf zurückkehren, ist nicht bekannt. Die Ermittlungen laufen derzeit auf Hochtouren...

Richten viel Schaden in der heimischen Natur an

Waschbären sind im Großherzogtum keine Seltenheit, wie Raf Stassen, Direktor der «Fleegestatioun fir wëll Deieren» in Düdelingen gegenüber L'essentiel bestätigt. Die Tiere haben sich über Deutschland bis nach Luxemburg und Frankreich ausgebreitet, erstmal registriert wurden die nordamerikanischen Raubtiere in den 1970ern in Luxemburg. Seitdem hat sich die invasive Art stark vermehrt. Seit 2011 stehen sie für Luxemburg auf der Liste der invasiven, neuen Arten und dürfen gejagt werden.

Es gibt mehrere Versionen wie die Tiere nach Deutschland kamen, sagt Staffen, die wahrscheinlichste sei jedoch, dass sie für die Fellindustrie im vergangenen Jahrhundert eingeführt wurden und einige der Tiere entweder freigelassen wurden oder entkommen konnten. Dafür spreche, dass DNA-Tests gezeigt haben, dass «die meisten Waschbären heute von einer kleinen Gruppe von Tieren abstammen.»

Wandern in die Städte aus

Weil die Tiere vom Wasser bis in die Baumwipfel aktiv und mobil sein können, richten sie viel Schaden in der heimischen Natur an, sagt Stassen: «Sie fressen Frösche und Flusskrebse, aber auch Vögel und Eier aus den Nestern.» Zudem räubern sie auch in den Städten: «Wenn die Population zu groß wird, wandern sie in die Städte aus.» Dort bedienen sie sich an Mülltonnen oder klettern auf Dächer und sogar mal in Häuser.

Bildstrecke: Bald mehr Platz für kranke Tiere

Wer einen Waschbären in der Stadt sieht, sollte die Forstverwaltung anrufen; auch die Feuerwehr kann helfen, sollte sich das Tier im Haus oder im eigenen Lebensraum befinden. Die «Fleegestatioun fir wëll Déieren» kann den Waschbären in «Konfliktsituationen zwischen Mensch und Tier» einfangen. Außerhalb der Stadt kann ein Jäger gerufen werden, zudem bieten laut Stassen verschiedene private Dienste an, den Waschbären zu fangen. Allerdings könne dies bedeuten, dass das Tier getötet wird. «In der Pflegestation suchen wir nach anderen Lösungen, wir vermitteln die Tiere beispielsweise an Zoos, wo sie weiterleben können.»

(sb/sw/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Niemand am 28.02.2019 17:29 Report Diesen Beitrag melden

    Der Mensch richtet noch mehr Schaden als alles andere in der Natur . . .

  • Konfliktsituation im Käfig gelöst! am 03.03.2019 08:00 Report Diesen Beitrag melden

    viel schlimmer ist es am Tag, wenn die tierische Diebesbande von Menschen ihr Unwesen treibt, denn da bleibt kein Stein auf dem andern u das Land verschwindet unter einer riesigen Staubwolke u die Tiere werden schön säuberlich im Zoo sortiert eingesperrt, wo der Mensch auch was drauf verdient, dass jedermensch sie bei ihren tagtäglichen Beschäftigungen u andauernden Ausbruchversuchen eingesperrt im Käfig anglotzen darf ... Konfliktsituation gelöst! soooo einfach gehts u der Mensch verseucht ungehindert durch behindernde Tiere das ganze Land, versetzt jeden Hügel u dreht es von unten nach oben!

  • Pia am 28.02.2019 15:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    dei déieren hei richten wuel hire schued un mee daat maachen dei mënschlech jo wuel genauesou a wann net nach mei :(

Die neusten Leser-Kommentare

  • Konfliktsituation im Käfig gelöst! am 03.03.2019 08:00 Report Diesen Beitrag melden

    viel schlimmer ist es am Tag, wenn die tierische Diebesbande von Menschen ihr Unwesen treibt, denn da bleibt kein Stein auf dem andern u das Land verschwindet unter einer riesigen Staubwolke u die Tiere werden schön säuberlich im Zoo sortiert eingesperrt, wo der Mensch auch was drauf verdient, dass jedermensch sie bei ihren tagtäglichen Beschäftigungen u andauernden Ausbruchversuchen eingesperrt im Käfig anglotzen darf ... Konfliktsituation gelöst! soooo einfach gehts u der Mensch verseucht ungehindert durch behindernde Tiere das ganze Land, versetzt jeden Hügel u dreht es von unten nach oben!

  • gehierabputéierten 'Naturschutz' de luxe am 03.03.2019 07:37 Report Diesen Beitrag melden

    et brauch een nëmmen an d'diddlenger Haard ze goen, do kann een nach just kréischen, wann e geséit wat de Mënsch fir e Schuëd un de Beem (Robinien, Birken, ...) ugeriecht huet, an dann soll hien net méih vum Schuëd schwätzen, den e puër Déieren uriechten, well dat ass néischt am Verglach zum mënschlëchen Vandalismus vun der Natur! Naturschutz hei am Land heescht Naturschmutz an dofir gëtt all Baam, den net an onst Mikrogehierkonzept passt futti gemach, sou dat mir elo mussen oppassen, dat se ons net op de Kapp faalen ... wat de Mënsch ënner Naturschutz versteht ass eng mënschlëch Katastroph!!!

  • Niemand am 28.02.2019 17:29 Report Diesen Beitrag melden

    Der Mensch richtet noch mehr Schaden als alles andere in der Natur . . .

  • Linda am 28.02.2019 16:55 Report Diesen Beitrag melden

    Ech ruffen bestemt keen un wou des Déiercher dout maan!!!! Wir och mol un den Leit vir hir Iessensrechter,Brout etc... net einfach vum Balkon ze geheien. Oder et bei den Parken ze vadeelen. All Daag gesin ech um boulevard Charles Marks rechter Nuddelen an Brout leien... well se net iwerleen ons Bierger... zitt Raaten un,Kueben botzen and Dauwen...

    • Rateschwanz am 03.03.2019 08:18 Report Diesen Beitrag melden

      wéih dir jo soot 'botzen' d'Kuëben ... wou ass dann de Problem, well och Déieren hun all Daag Honger, sou wéih mir Mënschen all Daag hongrësch opstinn!? ...sollen sie verhingeren, während mir ëmmer méih fett gin, well mir hinnen alles wegfriëssen oder/an alles vergëften???!!! ... den Honskack a Plastik verpaakt, fir dat kee Schleek eppes dovun huët an de Bësch mat den vun Mënschen vandaléierten Beem voller Plastikmüll, sou wënscht sech de Mënsch seng 'Natur', wa méiglëch mat zoubettonnéiertem Wee durch de Bësch, wou en seng Schung net dreckësch mëcht, wat him wirklech wichtëg ass ...

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  • Pia am 28.02.2019 15:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    dei déieren hei richten wuel hire schued un mee daat maachen dei mënschlech jo wuel genauesou a wann net nach mei :(