Brennstoffzelle

07. April 2020 08:15; Akt: 07.04.2020 08:16 Print

BMW setzt weiter auf Wasserstoff

Autohersteller BMW zeigt einen ersten Blick auf seinen künftigen Brennstoffzellenantrieb.

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Der BMW i Hydrogen Next zeigt das Bestreben des Herstellers, den Brennstoffzellenantrieb voranzutreiben. (Bild: we! Shoot it)

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Während sich der Volkswagen-Konzern kürzlich dezidiert vom Wasserstoffantrieb für Autos distanziert hat, teilt nun BMW mit, dass die Bayern auch in Zukunft an dieser Antriebsform festhalten werden. «Wir sind überzeugt, dass künftig verschiedene alternative Antriebsformen nebeneinander existieren werden, da es keine alleinige Lösung gibt, die sämtliche Mobilitätsanforderungen der Kunden weltweit abdeckt», sagt BMW-Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich.

«Der Wasserstoff-Brennstoffzellen-Antrieb kann langfristig eine vierte Säule in unserem Antriebsportfolio werden, neben Verbrennungsmotoren, Plug-in-Hybriden und batterieelektrischem Antrieb.» Seit 2013 arbeitet BMW mit Toyota im Bereich der Brennstoffzellen-Technologie zusammen.

Geduld ist gefragt

Nun gibt der bayerische Hersteller einen ersten Einblick in das Antriebssystem der Studie BMW i Hydrogen Next – zumindest virtuell. Denn ein BMW-Serienfahrzeug mit Brennstoffzellen-Technologie wird es noch länger nicht geben, was an den aktuell noch nicht passenden Rahmenbedingungen liege: «Aus unserer Sicht muss Wasserstoff als Energieträger zunächst in hinreichenden Mengen, mit grünem Strom und zu wettbewerbsfähigen Preisen produziert werden», sagt Klaus Fröhlich. Dann werde Wasserstoff vor allem in Anwendungen eingesetzt werden, die nicht direkt elektrifizierbar seien, also etwa im Schwerlastverkehr auf langen Strecken. Zudem sei die benötigte Infrastruktur wie etwa ein europäisches, flächendeckendes Netz an Wasserstofftankstellen noch nicht gegeben.

BMW bekräftigt indes: «Wir setzen unsere Entwicklungsbemühungen bei der Wasserstoff-Brennstoffzellen-Technologie mit Nachdruck fort und nutzen die Zeit, um die Herstellungskosten des Antriebssystems signifikant zu reduzieren, bis die Infrastruktur sowie eine ausreichende Versorgung nachhaltig produzierten Wasserstoffs gegeben sind.»

Aktuell arbeitet der bayerische Hersteller aber vor allem daran, batterieelektrische Fahrzeuge auf den Markt zu bringen: «Bis 2023 werden wir ein breites Angebot elektrifizierter Fahrzeuge bereithalten. Insgesamt sind bis dahin 25 Modelle geplant, davon mindestens zwölf mit vollelektrischem Antrieb.»

(L'essentiel)

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