Skoda Octavia

15. November 2019 08:50; Akt: 15.11.2019 09:01 Print

Der Bestseller rüstet sich für die nächste Amtszeit

Die vierte Generation des Skoda Octavia geht an den Start. Mehr Platz, mehr Technik, mehr Finesse, nur der Verbrauch soll gesunken sein.

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Der ungekrönte König der Kompaktklasse rüstet sich für die nächste Amtszeit. Denn Skoda hat diese Woche das Tuch vom neuen Octavia gezogen. Und wenn der tschechische Vetter des VW Golf im Frühjahr zunächst als Kombi und ein paar Wochen später als Limousine an den Start geht, dürfte es die Konkurrenz aus Korea, aus Frankreich und auch aus den eigenen Reihen noch ein bisschen schwerer haben.

Von allem ein bisschen mehr

Denn mit nachgeschärften Proportionen und noch klareren Kanten wird der Octavia nicht nur deutlich eleganter, sondern er bietet auch sonst von allem ein bisschen mehr: Noch einmal mehr Platz für Kind und Kegel, mehr Technik, mehr Finesse und mehr Details aus der Abteilung Simply Clever. Nur bei den Motoren marschiert Skoda in die Gegenrichtung und gibt sich zufrieden mit bis zu 14 Prozent weniger Verbrauch.

In jeder Dimension noch einmal ein paar Millimeter gewachsen und mittlerweile 4,69 Meter lang, klopft der Octavia künftig lautstark an die Tür zur Mittelklasse – zumindest was das Platzangebot angeht. Denn selbst Erwachsene können im Fond jetzt besonders bequem sitzen und der Kofferraum war schon bislang der größte der Klasse und legt nun sogar noch einmal zu: Beim Kombi steigt das Ladevolumen um 30 auf 640 Liter an.

Beim Generationswechsel für ihr wichtigstes Model machen sich die Tschechen einmal mehr die Segnungen des Modularen Querbaukastens zunutze und rüsten den Octavia gewaltig auf. Vor allem bei Assistenz und Intelligenz macht der Bestseller einen großen Sprung, bekommt Sicherheitssysteme wie einen Ausweichassistenten oder einen Ausstiegswarner und Infotainment-Lösungen wie ein größeres Digitalcockpit mit optimiertem Online-Zugang und verbesserten Update-Optionen, sowie erstmals ein Head-up-Display.

Mildhybride und Twindosing-Diesel

Besonders deutlich wird die Verwandtschaft zum Golf aber beim Blick unter die Haube, wo Skoda bei einer Spanne von zunächst 110 bis 245 PS einen Effizienzgewinn von bis zu 14 Prozent in Aussicht stellt. Genau wie VW startet dafür nun auch Skoda auf breiter Flur mit Mildhybriden mit 48 Volt-Technik, die Diesel bekommen die neue Twindosing-Technik und stoßen bis zu 80 Prozent weniger Stickoxide aus.

Und zum ersten Mal wird es den Octavia auch als Plug-In-Hybriden mit einer Reichweite von rund 60 Kilometern geben. Außerdem haben die Tschechen wieder eine Gas-Version in der Pipeline, weil die schneller auf den niedrigeren CO2-Ausstoß einzahlt als jede andere Technologie.

Aber der Octavia ist nicht einfach nur ein Golf mit anderem Gesicht. Denn die Tschechen drücken der Kompaktklasse im Konzern ihren eigenen Stempel auf. Das gilt für das Design, das ähnlich zeitlos und unvergänglich ist wie beim Golf und trotzdem überraschend frisch, das gilt im Interieur zum Beispiel für das neue Lenkrad mit nur noch zwei Speichen und neuen, sehr unkonventionellen Bedienwalzen.

Solide Technik und Skoda-typische Raffinessen

Und das gilt natürlich vor allem für die Ideen aus der Abteilung Simply Clever: So gibt es künftig zum Beispiel für Dashcams auch eine USB-Buchse am Dachhimmel, die Taschen auf der Rückseite der Vordersitze bieten nun ein Fach fürs Handy und neben dem Regenschirm steckt in der Tür auf Wunsch auch ein Schneebesen.

Viel solide Technik aus der Familie und dazu einen ganz eigenen Stil – diese Rechnung könnte für Skoda aufgehen: Als Auto für Praktiker und Pragmatiker, die auch ohne den Premium-Anspruch von VW leben können, rollen die Tschechen im Windschatten des VW Golf immer näher heran an die Pole Position.

(L'essentiel)

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