Lotus Seven S1

07. August 2020 07:54; Akt: 07.08.2020 07:57 Print

Der Einbaum-​​Sportwagen von der Insel

Lotus stellte den Seven 1957 vor. Heute sind diese engen Sportwagen und ihre Nachfolger Legenden vom Schlage eines Porsche 911 oder Morgan 4/4.

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Kaum ein Sportwagen kann auf eine so lange Geschichte zurückblicken wie der kleine Lotus mit den (fast) freistehenden Vorderrädern. Ausnahmen wären etwa der Porsche 911 oder der vierrädrige Morgan mit dem Vierzylindermotor.

Inzwischen scheint es, als wäre der 1957 vorgestellte Seven der letzte dieser Ahnenreihe, der am wenigsten grundlegende Änderungen erfahren hat. Der Seven erhielt zwar seit der ersten Serie viele Upgrades, Verbesserungen und Leistungssteigerungen. Im Grunde ist er aber immer noch der Inbegriff von Colin Chapmans Gedankengut, das man auch in neueren Modellen erfahren kann. Von den Seven-Enthusiasten wird der Sportler gern «Einbaum» genannt, was durchaus nicht abschätzig gemeint ist.

Anfänge in der Hauptstadt Großbritanniens

Colin Chapmans Lotus-Werkstatt am Tottenham Lane in London war in den Fünfzigerjahren nicht viel mehr als eine kleine Werkstatt mit einem Schild über der Tür, die auf die Firma hinwies. Der Mark VI war Chapmans Erfolgsmodell und sollte auch straßentauglich sein. Daher verfügte er über eine Beleuchtung und einen einfachen Wetterschutz.

Der Trick mit dem Bausatz beim Mark VI

Da fertig aufgebaute Fahrzeuge in Großbritannien mit einer hohen Steuer belegt waren, bot Lotus den Mark VI als Bausatz an. Es wird kolportiert, dass solchen Bausätzen aber keine Bauanleitungen beigelegt werden durften. Chapman lieferte den Kunden deshalb eine Demontageanleitung, die zum Zusammenbau einfach in umgekehrter Reihenfolge abgearbeitet werden musste. Ob diese Geschichte wahr oder eine schöne Legende ist, bleibe dahingestellt. Aber sie würde bestens zu Colin Chapman passen, der auch später dafür berühmt war, in Reglementen verschiedener Rennsportklassen jede mögliche Lücke zu seinem Vorteil zu nutzen.

Schönheit neben spartanischem Sportler

An der Earls Court Motor Show 1957 wurde neben dem sündhaft schönen Elite Coupé der Lotus Seven vorgestellt, der den Mark VI ablöste.

Die Karosserieteile wurden von einem filigranen Gitterrohrramen getragen. Chapmans Credo war schon früh «Adding power makes you faster on the straights, substracting weight makes you faster everywhere» (mehr Leistung macht dich auf den Geraden schneller, weniger Gewicht macht dich überall schneller).

Motor aus der Großserie

Angetrieben wurden die Seven der Serie 1 von unterschiedlichen Motoren, die ersten Fahrzeuge der Serie 1 wurden mit dem Ford 100E Motor ausgeliefert. Der 1172 ccm kleine Antrieb leistete immerhin rund 40 PS.

Mit einem Gewicht von nur 329 bis 408 Kilogramm waren die 335 Zentimeter kurzen und 148 Zentimeter breiten Seven der ersten Serie wahre Federgewichte. Entsprechend leichtfüssig ließen sie sich auch bewegen. Beim Fahrwerk entschied sich Chapman für eine Starrachse hinten. Die unabhängige Vorderradaufhängung mit doppelten Querlenkern stammte von einem Mark-12-Formel-Fahrzeug und wurde auch im Elite verwendet. Verzögert wurde mit Trommelbremsen an allen vier Rädern.

Optimierter Renner

Der auf den Fotos porträtierte Seven mit Baujahr 1957 erhielt im Laufe seines Lebens einige Optimierungen. So wurde sein BMC-Motor mit einem Coventry-Climax-Antrieb ersetzt, und der auf 75 PS erstarkte Sportler erhielt einige neuzeitliche Accessoires. Die Stahlfelgen wurden durch lackierte Speichenfelgen mit Zentralverschluss ausgetauscht. Aber kaum ein früher Seven dürfte so überlebt haben, wie er ausgeliefert wurde. Schließlich wollten die Besitzer ja möglichst schnell sein.

(L'essentiel/Daniel Koch)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jean Paul am 07.08.2020 08:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Top ????????????????????????????????

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Jean Paul am 07.08.2020 08:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Top ????????????????????????????????

    • SuperSeven am 07.08.2020 12:47 Report Diesen Beitrag melden

      MEGA! XD Das ist 100% pures Auto, nicht so ein surrender Tesla...

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