Chevrolet Corvette C8 Stingray

14. Oktober 2021 08:30; Akt: 14.10.2021 08:34 Print

Die neue Corvette macht mehr Spaß denn je

Die Corvette ist der amerikanische Sportwagen schlechthin. Die achte Auflage macht vieles anders als ihre Vorgängerinnen.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Fast zwei Jahre nach dem Marktstart in den USA kommt die achte Generation der Corvette jetzt auch offiziell nach Europa. Hierzulande startet der Sportwagen-Klassiker jetzt in der Launch-Edition zu Preisen ab 113'690 Euro für das Coupé respektive 120'760 Euro für das Cabriolet.

Auch die neue Corvette trägt die Zusatzbezeichnung Stingray (Stachelrochen), das ist aber fast schon das Einzige, was beim Wechsel auf die achte Generation geblieben ist. Erstmals findet man etwa den nun 6,2 Liter großen V8 nicht mehr unter einer langen Motorhaube, das Aggregat mit einer Leistung von 482 PS (354 kW) sitzt nun vielmehr hinter dem Fahrer. Das hat Auswirkungen auf das Design des Sportwagens: Die Fronthaube ist kürzer, fällt von der Windschutzscheibe steil zum flach angeordneten Kühlergrill ab und wird durch vier Karosseriefalzen geprägt. Hinten blickt man links und rechts auf je zwei mächtige Endrohre, darüber sitzen große Luftauslässe. Die Seitenfenster sind eher klein geraten, die Heckscheibe ist regelrecht winzig – für eine bessere Sicht nach hinten gibt es einen Kamera-Rückspiegel, den man allerdings auch auf normale Sicht umstellen kann.

Mehr Spaß denn je

Eine Corvette kauft man sich auch wegen des hemmungslosen Designs, aber wohl vor allem wegen des Antriebs. Hinter dem Rücken des Fahrers arbeitet der Achtzylinder mit seinem fast schon archaischen Hubraum, dessen Drehmoment von 613 Newtonmetern über ein achtgängiges Doppelkupplungsgetriebe an die Hinterachse geleitet wird. Die 296 km/h Spitze und die 3,5 Sekunden Spurtzeit von 0 auf Tempo 100 glauben wir gerne, auch ohne Gelegenheit zur Überprüfung. Die 12,1 Liter Durchschnittsverbrauch sind hingegen fraglich: Wer Corvette fährt, muss dem Tankwart Umsatz gönnen können und den CO2-Ausstoß ein Stück weit ignorieren. Trotz der Kunststoff-Karosserie vergleichsweise geringen Gewichts von 1530 Kilogramm werden in der Praxis Verbräuche jenseits von 14 Litern die Regel sein.

Spaß macht die neue Corvette aber weiterhin, sogar mehr Spaß als je zuvor. Das in Europa serienmäßige Performance-Fahrwerk ist dem mächtigen Drehmoment aber nicht immer gewachsen und tendierte vor allem bei Nässe zum Ausbrechen, was allerdings durch das ESP schnell unterbunden wird. Die Lenkung dagegen ist sehr spitz ausgelegt, was das Fahrzeug nervös reagieren lässt. Die Brembo-Bremsen überzeugen, könnten dem Fahrer aber noch mehr Rückmeldung vermitteln. Ein elektronisches Sperrdifferential ist serienmäßig an Bord.

Im Vergleich ein Schnäppchen

Trotzdem überzeugt der Amerikaner, vor allem im Vergleich zum Vorgänger, vor allem wenn die Straße trocken ist. Der bärige Small Block entwickelt stets mehr als genug Leistung und Drehmoment, auch aus dem Drehzahlkeller, die aufmerksame Doppelkupplung lässt kaum Raum für Kritik. Zu den positiven Überraschungen zählt der Innenraum, der zwar eng, aber deutlich wertiger ausfällt, als man es von US-Modellen noch vor wenigen Jahren gewohnt war. Das Cockpit ist selberverständlich digital, ein 12-Zoll-Bildschirm beherbergt das Infotainment-System. Das oben und unten abgeflachte Lenkrad ist schlicht Geschmackssache.

Die in Kentucky gebaute Corvette kostet in der US-Ausführung ab 60.000 Dollar. Die europäischen Versionen bieten einiges mehr an Ausstattung, trotzdem ist der Aufpreis gewaltig. Im Vergleich zu Porsche, Ferrari oder Lamborghini bleibt die Corvette aber trotzdem ein Schnäppchen. Ende Oktober schiebt Chevrolet die Supersport-Version Z06 nach, mit etwas hubraumschwächerem, aber modernerem Motor und kolportieren 650 PS Leistung.

(L'essentiel/Peter Eck)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Valchen am 15.10.2021 01:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wann en dann den Rampeli eroof geet, kommen Ech En mat méngem Ami bergen! (Dodge 6x6)

  • Reddit am 14.10.2021 17:02 Report Diesen Beitrag melden

    Da grinse ich nur müde, in meinem Mini Cooper, mit einem 78 liter V18 Diesel "QSK78 Cummins Engine", bescheidene 12 Turbolader und 3.500 PS... Gähn... einfach nach "classic mini gets 78 liter v18 diesel" suchen ;-p

Die neusten Leser-Kommentare

  • Valchen am 15.10.2021 01:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wann en dann den Rampeli eroof geet, kommen Ech En mat méngem Ami bergen! (Dodge 6x6)

  • Reddit am 14.10.2021 17:02 Report Diesen Beitrag melden

    Da grinse ich nur müde, in meinem Mini Cooper, mit einem 78 liter V18 Diesel "QSK78 Cummins Engine", bescheidene 12 Turbolader und 3.500 PS... Gähn... einfach nach "classic mini gets 78 liter v18 diesel" suchen ;-p