Lotus Elan Sprint DHC

17. Oktober 2021 20:02; Akt: 17.10.2021 20:06 Print

Dieses Auto animiert zum Dauergrinsen

Nach acht Jahren Bauzeit wurde der Leichtgewichts-Sportwagen Lotus Elan nochmals aufgerüstet, erhielt 25 Prozent mehr Leistung und eine zweifarbige Lackierung.

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Sie erinnern sich? «Wir werden gebraucht» oder «we’re needed» erschien fast in jeder Folge der Krimi-Fernsehserie «The Avengers», hierzulande unter dem Titel «Mit Schirm, Charme und Melone» ausgestrahlt, am Anfang. Es war jeweils John Steed, der Emma Peel auf verschiedenste Arten und Weisen auf einen nötigen Einsatz aufmerksam machte. Da konnte auch einmal eine Ampel blau leuchten und den entsprechenden Marschbefehl zeigen. Und die erwähnte Emma Peel (Diana Rigg) fuhr einen Lotus Elan als Cabriolet. Zwar keinen Sprint der letzten Serie, aber bereits eine Serie-3-Version mit den festmontierten seitlichen Scheibenrahmen.

Große Ventile zum Schluss

Vorgestellt wurde der Lotus Elan im Oktober 1962. Über vier Serien wurde er stetig weiterentwickelt, um dann im Spätherbst 1970 mit dem «Sprint» seinen Höhepunkt zu erreichen. Um den Sportwagen konkurrenzfähiger zu machen, hatten die Motorentüftler von Lotus die Leistung mittels größerer Ventile, höherer Verdichtung, großzügiger Düsen und neuer Nockenwellen um nicht weniger als 25% gesteigert. Auf 720kg Leergewicht waren die 126 PS bei 6500 Umdrehungen durchaus eine Ansage. Immerhin beschleunigten die Autos in unter sieben Sekunden von 0 auf 100 km/h, das schafften sonst nur Vollblutsportwagen vom Kaliber eines Ferrari oder Maserati.

Der Lotus erhielt auch einen neuen Anstrich, er war nun zweifarbig erhältlich, was die damalige Formel-1-Bemalung der Lotus-Rennwagen imitierte.
Von Februar 1971 bis August 1973 wurden die Sprint-Modelle als Coupés und Cabriolets gebaut, rund 1400 davon verließen die Fabrik.

Perfekte Rundumsicht

Nur 3,66 Meter lang und 1,42 Meter breit ist ein Lotus Elan, auch in der Höhe fällt er mit 117 cm sehr flach aus. Dass zwei großgewachsene Passagiere samt einer erheblichen Menge Gepäck in diesem Sportwagen Platz finden können, scheint eigentlich fast wie ein Wunder und zeigt, wie geschickt Colin Chapman den kleinen Sportwagen konzipiert hatte.

Tatsächlich fühlt man sich auch als über 1,8 Meter großer Fahrer wohl im Elan, hat eine perfekte Rundumsicht (im offenen Cabriolet) und findet alle wesentlichen Bedienungselemente an der richtigen Stelle vor. Natürlich sollte man nicht mit Wanderschuhen der Größe 45 versuchen, die Pedalerie zielsicher zu treten, besser geeignet sind dünnwandige und enge Rennfahrerschuhe.

Leichtbau zahlt sich aus

Gestartet wird mit dem Zündschlüssel unten an der Lenksäule und sofort räuspert sich der so typisch tönende Anlasser, um den Vierzylindermotor zu starten. Dessen Geräuschentwicklung erinnert ein wenig an die italienischen Doppel-Nockenwellenmotoren und wirkt sehr sympathisch, ohne allzu laut zu werden.
Wer noch nie in einem knapp 700kg schweren Auto mit aus heutiger Sicht eigentlich bescheidenen Motorenleistung von 126 PS gefahren ist, kann sich die Dynamik, die der Elan aus dem Stand entwickelt, kaum vorstellen, Leichtbau zahlt sich eben aus. Der Schalthebel führt direkt ins Getriebe, man kann die Zahnräder fast fühlen beim Wechseln der vier Vorwärtsgänge.

Die Lenkung ist direkt und leichtgängig, ein Fingerzucken reicht, um eine Kurve anzusteuern. Der kleine Wagen verhält sich wunderbar handlich, lenkt schon beim Gedanken ein. Trotz schmaler Bereifung sind die Kurvengeschwindigkeiten hoch und selbst an Federungskomfort fehlt es nicht. Wer beim Fahren im Elan nicht automatisch in ein ständiges Grinsen verfällt, ist definitiv kein «Petrolhead».
Das gefahrene Exemplar aus dem Jahr 1972 wurde nie restauriert, aber sein ganzes Leben viel gebraucht.

(L'essentiel/Bruno von Rotz)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • décke lärry am 18.10.2021 08:54 Report Diesen Beitrag melden

    dat as en auto wéi e schrecklecht aksident, du wëlls näischt dovunner gesinn, muss awer ëmmer nees dohinner kucken.

Die neusten Leser-Kommentare

  • décke lärry am 18.10.2021 08:54 Report Diesen Beitrag melden

    dat as en auto wéi e schrecklecht aksident, du wëlls näischt dovunner gesinn, muss awer ëmmer nees dohinner kucken.