Skoda Kamiq

20. September 2019 18:00; Akt: 20.09.2019 18:04 Print

Ein City-​​SUV soll die Großstadt erobern

Der neue Kamiq ergänzt die SUV-Modelle von Skoda um die vorläufig kleinste Variante. Das als City-SUV mit Frontantrieb ausgelegte Modell bietet viel Platz und Funktionalität.

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Skoda bringt mit dem neuen Kamiq das dritte, kompakte City-SUV aus dem VW-Konzern auf die Schweizer Straßen. Nach den Schwestermodellen Seat Arona (seit 2018 erhältlich) und VW T-Cross (seit Frühjahr 2019) kommt Skoda mit dem Kamiq zwar reichlich spät, aber trotzdem rechnen sich die Tschechen damit gute Chancen aus. Einerseits reiten sie in der Schweiz mit dem Skoda Octavia seit längerem auf einer Erfolgswelle, ist dieser hierzulande doch seit rund zwei Jahren das meistverkaufte Auto, und der Ruf qualitativ verlässlicher Fahrzeuge haftet der Marke an.

Andererseits glauben die Kamiq-Verantwortlichen, dass sich ihr neustes Modell von den Mitbewerbern im digitalen Zeitalter vor allem auch durch seine Konnektivität abhebt, wie Reiner Katzwinkel, Leiter für Elektrische und Elektronische Entwicklung hervorhebt: «Der Skoda Kamiq ist als eines der ersten Fahrzeuge mit der neuesten Infotainment-Generation des Volkswagen Konzerns ausgestattet und ermöglicht dank einer eingebauten SIM-Karte ein ganz neues Level der mobilen Online-Dienste von Skoda Connect. Er ist immer online, bietet frei downloadbare Apps und bequeme Aktualisierungen der Navigationskarte ‹over the air›.»

Schärfere Optik, mehr Platz

Leider funktionieren diese hervorgehobenen Konnektivitäts-Qualitäten des Kamiq beim Start unserer Testfahrten in Basel nicht. Bei keinem der bereitgestellten Fahrzeuge klappt die gelobte Online-Aktualisierung des Navigationssystems. Der Navibildschirm bleibt während den nächsten rund 24 Stunden schwarz. Kinderkrankheiten oder einfach nur Pech? Das Gewitter des Vorabends mit großflächigem Stromausfall und sich überschneidende Datennetze im Dreiländereck rund um Basel werden von den Skoda-Ingenieuren als Entschuldigung genannt – und man mag es ihnen glauben. Denn abgesehen von diesem Lapsus erweist sich der jüngste Zuwachs in der Familie der City-SUV als durchaus funktionstüchtiger Mitbewerber.

Besonders konkurrenzfähig gegenüber seinen Geschwistern aus dem VW-Konzern machen ihn die unterschiedliche Optik, mit den auffällig zweigeteilten LED-Frontleuchten, dem mit etlichen Ecken und Kanten gestalteten und mit einem optionalen 9-Zoll-Display ausgestatteten Cockpit sowie mit dem deutlich vergrößerten Platzangebot. Auf 4,2 Metern Länge hat der Kamiq nämlich einen um rund zehn Zentimeter größeren Radstand erhalten. Das macht sich im Innenraum vor allem auf der zweiten Sitzreihe bemerkbar, wo auch zwei Erwachsene auf den SUV-typisch erhöhten Sitzpositionen bequem Platz finden.

Hat man sich zusätzlich das Panorama-Glasdach als Extra gegönnt, kommen die Kamiq-Passagiere zusätzlich in den Genuss einer Besonderheit: Das Beschattungsrollo öffnet sich auf Knopfdruck vom Heck in Richtung Fahrzeugfront, also umgekehrt als bisher üblich. Stoppt man den Vorgang in der Hälfte, genießt die hintere Sitzreihe freien Blick in den Himmel, während die Frontpassagiere beschattet bleiben.

«Simply clever» lautet der Skoda-Slogan für solch praktische Details. Die finden sich im Kamiq auch in der gegen Aufpreis automatisch ausklappbaren Türkantenschützer, in der auf Knopfdruck öffnenden und schließenden Heckklappe oder in der schwenkbaren Anhängerkupplung mit elektrischer Entriegelung.

Benzin und Erdgas

Bei der Motorisierung verzichtet Skoda auf Experimente und bedient sich im VW-Konzernregal an bewährten Aggregaten. In der Schweiz ist der Kamiq zum Verkaufsstart mit einem 95 oder 115 PS starken Drei- oder einem 150 PS leistenden Vierzylinder-Turbobenziner erhältlich. Selbstreden, dass die stärkste 150 PS-Variante im rund 1,2 Tonnen leichten Skoda in Kombination mit dem aufpreispflichtigen Siebengang-DSG-Automatikgetriebe in Sachen Beschleunigung den besten Fahreindruck hinterlässt.

Wer sich hauptsächlich im Nahverkehr bewegt, ist aber auch mit dem 95 PS-Dreizylinder mit Fünfgang-Handschaltung gut bedient. Auf Ende Jahr reicht Skoda dann noch einen 90 PS starken Dreizylinder-Motor nach, der auf den Betrieb mit umweltfreundlichem CNG-Erdgas ausgelegt ist. Spätestens dann werden die Konnektivitäts-Probleme von Basel längst vergessen sein.

Skoda Kamiq

Modell: City-SUV

Maße: Länge 4241 mm, Breite 1988 mm, Höhe 1553 mm, Radstand 2651 mm

Kofferraum: 400 bis 1395 Liter

Motoren: Drei Benziner mit 95, 115 und 150 PS sowie ein Erdgasantrieb mit 90 PS.

Fahrleistungen: 0 bis 100 km/h von 9,9 bis 11,1 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit von 181 bis 194 km/h

Verbrauch: 5,0 bis 5,1 Liter auf 100 Kilometer (Werksangaben)

CO2-Ausstoß: 113 bis 116 g/km

Markteinführung: sofort

Preis: ab 22.550 Euro

Infos: www.skoda.ch

(L'essentiel)

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