Hybridmonster

24. Februar 2020 11:49; Akt: 24.02.2020 11:49 Print

Genf zeigt Hypercar aus dem 3D-​​Drucker

US-Autobauer Czinger stellt mit dem 21C ein 1,7 Millionen Dollar teuren Hypercar aus dem 3D-Drucker vor.

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Revolutionär:Teile des 21C sind 3D-gedruckt. (Bild: Czinger)

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Czinger gilt als aufstrebender Hypercar-Hersteller. Zu den Besonderheiten der US-Firma gehört unter anderem die Teile-Fertigung aus 3D-Druckern. Auf dem Genfer Autosalon werden die Kalifornier demnächst ihren ersten Hypercar mit den Namen 21C, der nach dem 3D-Druckverfahren produziert wurde, zeigen.

Im Vorfeld veröffentlicht Czinger technische Details des Supersportlers, der in Los Angeles gebaut und auf 80 Exemplare limitiert sein wird. Der 21C verfügt über einen 2,9 Liter Twin-Turbo-V8 Motor, mit dem das Auto 11.000 U/min schafft. Große Teile des Fahrgestells des 1,7 Millionen Dollar teuren Hypercars wurden mit dem 3D-Drucker hergestellt.

1250 PS

Beim Antrieb handelt es sich um einen selbstentwickelten Hybrid-Strang, der mit einem 2,88 Liter großen Mittelmotor-V8 mit flacher Kurbelwelle sowie zwei Elektromotoren arbeitet. Der Twin-Turbo-V8 leistet allein 948 PS, den Rest steuern die an jedem Vorderrad positionierten E-Maschinen bei. So kommt der 21C auf eine Systemleistung von 1250 PS.

Das Design ist auf optimale Aerodynamik ausgelegt, die Türen öffnen sich scherenmäßig wie bei Koenigsegg. Für den 21C gibt Czinger ein Leergewicht von 1250 Kilogramm an. Von 0 auf 100 schafft es der Czinger 21C in 1,9 Sekunden. Und beim Sprint von null auf 400 km/h sollen bloß 29 Sekunden vergehen.

3D-Pionier am Werk

Die Fahrzeugteile aus dem 3D-Drucker entstanden in einem klimatisierten Drucklabor. Gearbeitet wurde mit Maschinen, die auch schon bei Rolls-Royce zum Einsatz kamen. Besonders Bereiche mit hoher Last wurden beim 21C mit Aluminium- und Titanlegierungen gedruckt. Dort wo es möglich war, wurden Standardmaterialien und Aluminiumprofile eingesetzt. Das beschert dem Hypercar eine supersteife Struktur.

Dass Firmenboss Kevin Czinger das 3D-Druckverfahren für sein Auto verwendet, ist keine Überraschung. Als Mitbegründer von Divergent3D, einem Unternehmen, das sich auf den 3D-Druck in der Autobranche fokussiert hat, weiß er die Vorteile, die diese Produktion bei der Herstellung mit sich bringt. Czingers Firma hat unter anderem bereits 2017 Peugeot SA mit 3D-gedruckten Bauteilen bei der Entwicklung eines Supercars unterstützt.

(L'essentiel/lab)

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