Suzuki Across

04. Februar 2021 10:53; Akt: 04.02.2021 10:53 Print

Mit dem Across fühlt sich Suzuki zu Höherem berufen

Suzuki führt mit dem Across eine neue Baureihe ein. Der Plug-in-SUV ist aber nur ein leicht modifizierter Toyota RAV-4.

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Suzuki entwickelt Mut zu neuer Größe. Nachdem sich die Japaner zuletzt auf kostengünstige Kleinwagen und eine mit Ausnahme des Jimny eher gesichtslose Flotte an Geländewagen konzentriert haben, fühlen sie sich jetzt mit dem neuen Across zu Höherem berufen. Denn mit seinen 4,69 Metern ist der hübsche Allradler nicht nur das größte Modell der Marke und mit einem Grundpreis von 58.980 Euro auch das teuerste, sondern wird als erster Plug-In-Hybrid von Suzuki auch technisch zum Vorreiter.

Kommt wie ein Toyota RAV-4 daher

Allerdings schmückt sich der Hersteller dabei mit fremden Federn. Denn: Abgesehen von ein paar Zierteilen und einer eigenen Zusammenstellung der Ausstattung ist der Across ein Toyota RAV-4. An diesem gibt es nur wenig auszusetzen: Wo viele Wettbewerber bei den Akkus kleckern, hat Toyota geklotzt und ohne nennenswerte Einbußen beim Kofferraumvolumen 96 Zellen mit einer Kapazität von 18,1 kWh unter den Wagenboden geschraubt. Deshalb wiegt der Suzuki Across zwar knapp zwei Tonnen und das Laden dauert an der Wallbox über vier Stunden, an der Haushaltsteckdose sind es mehr als sieben. Doch dafür liegt die Reichweite im Normzyklus bei 75 und im Alltag mit ein bisschen Mühe und Weitsicht gut über 50 Kilometern.

Es ist aber nicht nur der große Aktionsradius, der den Across in die Nähe echter Stromer rückt, sondern auch das Fahrgefühl. Weil er gleich zwei E-Motoren hat, ist der Across auch ohne zugeschaltetem Benziner flott unterwegs, und man muss schon einen Kickdown machen, wenn man den Verbrenner trotz vollen Akkus ins Boot holen will. Nur beim Bremsen haben die Japaner eine Chance vertan: Die Rekuperation ist viel zu schwach, als dass man den Suzuki wie einen Stromer allein mit einem Pedal fahren könnte.

In sechs Sekunden von 0 auf 100

Zusammen mit den 185 PS des 2,5-Liter-Vierzylinders steigt die Systemleistung auf 306 PS und macht den Across zum bislang stärksten Vertreter der Suzuki-Familie. Und das ist kein leeres Versprechen: Die sechs Sekunden von 0 auf Tempo 100 können sich sehen lassen. Das stufenlose Automatikgetriebe stört hingegen die Ruhe beim Reisen, denn je schneller man fährt, desto höher dreht der Benziner und desto lauter wird es an Bord. Dafür kommt man im Across gut durchs Gelände: Der Plug-in-Hybrid verfügt nicht nur über Allradantrieb, sondern auch über spezielle Offroad-Fahrprogramme, bei denen elektronische Differentialsperren für bessere Traktion sorgen. Schade nur, dass Suzuki einige Features des RAV-4 nicht übernommen hat – ein Navigationssystem oder das Head-up-Display hätten dem Across gut gestanden.

(L'essentiel/Thomas Geiger)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Caporal DD am 04.02.2021 11:06 Report Diesen Beitrag melden

    Quasi 60.000 oeken Grundpreis? Für einen RAV4??? Sonst geht's aber noch?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Caporal DD am 04.02.2021 11:06 Report Diesen Beitrag melden

    Quasi 60.000 oeken Grundpreis? Für einen RAV4??? Sonst geht's aber noch?